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Deutsche Umwelthilfe sieht Region Weser-Ems als Hotspot für Methan- und Ammoniakemissionen

Eine gemeinsame Analyse der Deutschen Umwelthilfe mit der University of Oxford und der Changing Markets Foundation stuft die Region Weser-Ems in Niedersachsen als europaweiten Brennpunkt für Methan- und Ammoniakemissionen aus der Tierhaltung ein. Die…

Kurzmeldung

Die Deutsche Umwelthilfe veröffentlichte am 3. November 2026 eine gemeinsame Analyse mit der University of Oxford und der Changing Markets Foundation, wonach die Region Weser-Ems in Niedersachsen zu den europaweiten Brennpunkten für Methan- und Ammoniakemissionen aus der Landwirtschaft zählt. Die Studie nennt für die Region jährliche Emissionen in einer Größenordnung, bei der Ammoniak als Vorläufer sekundärer Feinstäube und Methan als starkes, wenn auch relativ kurzlebiges Treibhausgas besondere Relevanz haben. Nach Angaben der DUH stammen in Weser-Ems rund vier Fünftel der Methanmengen aus der Rinderhaltung; Ammoniakemissionen entstünden darüber hinaus vorwiegend bei Stallhaltung und Ausbringung von Wirtschaftsdüngern.

Das Umweltbundesamt bestätigt in seinen Datensammlungen, dass die Landwirtschaft in Deutschland die Hauptquelle für Ammoniakemissionen ist und dass Methan wesentlich zum Treibhausgasprofil des Sektors beiträgt. Als praktikable Minderungsmaßnahmen führen Fachstellen abgedeckte Güllelager, Ansäuerung von Gülle, bodennahe Ausbringung sowie technische Verbesserungen bei Stallhaltung und Lagerung an. Entscheidend seien jedoch flankierende Förderprogramme, verbindliche Kontrollen und klare Übergangsfristen, damit Betriebe die Maßnahmen tatsächlich umsetzen können.

Die DUH fordert, größere Rinderhaltungsbetriebe stärker in bestehende Regulierungssysteme einzubeziehen. Aktuell fallen Geflügel- und Schweinebetriebe vielfach unter die Europa weite Industrieemissionsrichtlinie, während die Rinderhaltung in vielen Fällen nicht erfasst ist. Die DUH schlägt vor, Berichtspflichten und Grenzwerte analog auf große Rinderhaltungen auszudehnen, damit Ammoniak- und Methanminderungen verbindlich werden.

Politisch erhöht die Einstufung den Druck auf Landes- und EU-Ebene: Auf EU-Ebene laufen Diskussionen über eine Weiterentwicklung der IED und über Berichtspflichten für landwirtschaftliche Emittenten; auf Landes- und kommunaler Ebene in Niedersachsen geht es um die konkrete Umsetzung und Kontrolle bestehender Luftreinhalte- und Klimaschutzprogramme. Die jetzt vorgelegten Befunde liefern Behörden und Politik einen regionalen Schwerpunkt und einen Anlass, Maßnahmen zur Emissionsminderung in der Landwirtschaft gezielt zu prüfen und zu fördern.

Redakteur: Andreas M. Brucker (Artikel mit KI-Unterstützung).

Quellen

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