Wirtschaft

Deutschland produzierte 2025 4,1 Prozent weniger Zuckergetränke

Das Statistische Bundesamt meldet für 2025 einen Rückgang der Produktion zuckerhaltiger Erfrischungsgetränke auf 7,42 Milliarden Liter. Light-Getränke und Mineralwasser legten zu, während die Bundesregierung weiter eine Abgabe auf Zuckergetränke plant.

Das Statistische Bundesamt (Destatis) hat am 3. November 2026 mitgeteilt, dass die Produktion zuckerhaltiger Erfrischungsgetränke in Deutschland im Jahr 2025 auf 7,42 Milliarden Liter gesunken ist. Das entspricht einem Minus von 4,1 Prozent gegenüber 2024, als knapp 7,74 Milliarden Liter hergestellt wurden. Umgerechnet entsprach die Produktionsmenge 2025 rund 89 Litern pro Kopf, nach knapp 93 Litern pro Kopf im Jahr zuvor.

Destatis ordnet die Entwicklung in ein verändertes Produktionsprofil der Branche ein: Während zuckerhaltige Cola, Limonaden und andere Erfrischungsgetränke zurückgingen, wurden im selben Zeitraum mehr kalorienreduzierte Light-Getränke sowie mehr Mineral-, Tafel- und Heilwasser produziert als 2024. Die jetzt veröffentlichten Kennziffern sind Jahreswerte und entstammen der amtlichen Industrieproduktion.

Die Mitteilung stellt ausdrücklich die Produktionsentwicklung dar und trifft keine Aussagen über den Konsum. Veränderungen in den Ausstoßmengen können auf mehrere Faktoren zurückgehen, darunter Anpassungen der Herstellerportfolios sowie Verschiebungen in der Nachfrage. Destatis macht in der Veröffentlichung keine Kausalzuordnung; diese bleibt weitergehenden Markt- und Verbrauchsanalysen vorbehalten.

Politisch fällt die Verschiebung im Angebot in eine Phase, in der die Bundesregierung die Einführung einer Abgabe auf zuckerhaltige Getränke plant. Eine abschließende gesetzliche Entscheidung lag zum Veröffentlichungsdatum der Destatis-Zahlen noch nicht vor. Die amtlichen Produktionsdaten liefern damit einen aktuellen Befund zur Struktur der Getränkeindustrie in Deutschland für das Jahr 2025, ohne Rückschlüsse auf mögliche Effekte künftiger fiskalischer Maßnahmen zu erlauben.

Für die Einordnung zentral sind die klar datierten Vergleichsgrößen: Die Rückgänge beziehen sich auf den Vorjahreszeitraum 2024, die Pro-Kopf-Angaben auf die jeweilige Bevölkerungszahl der Jahre 2025 und 2024. Die ausgewiesenen Werte sind konsistent und stehen im Einklang mit dem übergreifenden Bild einer wachsenden Produktion von Light-Getränken und Mineralwasser bei rückläufigen zuckerhaltigen Erfrischungsgetränken.

Damit liegt ein belastbarer, aktueller Stand der amtlichen Statistik vor, der eine sachliche Grundlage für die laufende Debatte über die Ausrichtung der Produktpaletten in der Getränkeindustrie und die gesundheitspolitischen Optionen der Bundesregierung bildet.

Redakteur: Daniel Mayer (Artikel mit KI-Unterstützung).

Quellen

Ende des Artikels

Anzeige

Aus dem PHOTRA-Netzwerk