Deutschland und Großbritannien haben ihre Reisehinweise für Saudi-Arabien wegen der verschlechterten Sicherheitslage verschärft. Das Auswärtige Amt aktualisierte am 6. Oktober 2026 seine Hinweise und warnt vor nicht notwendigen Reisen in grenznahe Gebiete zum Jemen sowie in besonders betroffene südwestliche Provinzen. Auch das britische Außenministerium rät zu erhöhter Vorsicht und erwähnt regionale Risikokarten. Auslöser sind erneute Drohnen- und Raketenangriffe der Huthi aus dem Jemen auf saudisches Staatsgebiet seit Anfang September.
Das Auswärtige Amt empfiehlt Reisenden, Vorhaben zu prüfen, lokale Anweisungen strikt zu befolgen und sich in die Krisenvorsorgeliste einzutragen. In den Hinweisen werden Regionen genannt, in denen aufgrund möglicher Angriffe, Abfangmaßnahmen und Sicherheitsvorkehrungen eine erhöhte Gefährdung besteht. Genannt sind unter anderem die südwestlichen Provinzen einschließlich Teilen der Grenzregion. Als Orte, für die bereits zuvor besondere Vorsicht angeraten wurde, gelten Städte im Asir-Gebiet wie Abha und Khamis Muschait.
Das britische Außenministerium, das Foreign, Commonwealth and Development Office, spricht in seinen aktuellen Reiseinformationen ebenfalls von einer erhöhten Bedrohungslage durch Angriffe aus dem Jemen und verweist auf länderspezifische Sicherheitsbewertungen. Beide Regierungen betonen, dass sich die Lage kurzfristig ändern kann und dass Anpassungen der Hinweise möglich sind. Für Flüge und Reiserouten sind Einschränkungen nicht auszuschließen; auch versicherungsrechtliche Fragen können betroffen sein.
Hintergrund der verschärften Hinweise sind anhaltende Gefechte im Jemen und wiederauflebende Angriffe der Huthi, die seit dem Sommer verstärkt auch Ziele in Saudi-Arabien und im angrenzenden Seegebiet ins Visier genommen haben. Die Hinweise der Regierungen trennen Tatsachen und Empfehlungen: Dokumentiert sind gemeldete Angriffe und die daraus resultierenden Sicherheitsmaßnahmen; die Ratschläge dienen der Risikoreduktion für Reisende.
Deutsche Staatsangehörige in Saudi-Arabien werden gebeten, aufmerksam die offiziellen Mitteilungen zu verfolgen und Kontaktmöglichkeiten zu den deutschen Vertretungen bereitzuhalten. Die Hauptstadt Riad liegt außerhalb der unmittelbaren Grenzregion, doch die Behörden raten landesweit zu erhöhter Wachsamkeit. Weitere Aktualisierungen der Reise- und Sicherheitshinweise sind möglich, falls sich die Lage verändert oder neue Vorfälle eintreten.
Redakteurin: Mira Cadena (Artikel mit KI-Unterstützung).