Bei der Wahl zum Abgeordnetenhaus von Berlin am 20. September 2026 ist Die Linke als stärkste Kraft aus dem Urnengang hervorgegangen. Nach Angaben der Landeswahlleitung und erster Auszählungen erzielte die Partei ein deutliches Plus gegenüber der vorherigen Wahl und überholte die bisher regierende CDU, die Verluste erlitt. Das vorläufige Ergebnis liefert Die Linke mit einem Vorsprung, der die Partei in die Rolle des zentralen Akteurs für die Regierungsbildung im Roten Rathaus rückt.
Spitzenkandidatin Elif Eralp kündigte unmittelbar nach den Hochrechnungen Gespräche mit potenziellen Partnern an; namentlich werden Bündnis 90/Die Grünen und die Sozialdemokratische Partei Deutschlands als mögliche Koalitionspartner genannt. Die konkrete Mehrheitslage hängt jedoch von der endgültigen Sitzverteilung ab, die erst mit dem amtlichen Endergebnis feststeht. Landeswahlleiter und die zuständigen Stellen in Berlin veröffentlichten die vorläufigen Zahlen in der Nacht zum 21. September 2026; das amtliche Endergebnis folgt nach Prüfung und Zusammenführung der Bezirksmeldungen.
Für Die Linke beginnt nun die Phase, in der sie sowohl Verhandlungsfähigkeit als auch Regierungsfähigkeit unter Beweis stellen muss. Als zentraler Prüfstein gelten die Politikfelder Wohnen, Haushalt und Verwaltung—Themen, die in Berlin seit Jahren strittig sind und die Erwartungen an schnelle Lösungen hoch halten. Insbesondere die Wohnungsfrage wird in Medien und Fachkreisen als Gradmesser gelten, ob die Partei konkrete Umsetzungsvorschläge mit Mehrheiten verbinden kann.
Die Opposition, vor allem CDU und SPD, kritisierte bereits in ersten Stellungnahmen einzelne Positionen der Wahlsiegerin und betonte die Notwendigkeit, stabile Mehrheiten für Haushaltsentscheidungen zu sichern. Bündnis 90/Die Grünen warnten vor voreiligen Koalitionsschlüssen und wiesen auf programmatische Differenzen hin, etwa bei klima- und verkehrspolitischen Forderungen.
Rechtsstaatliche und administrative Schritte für die Regierungsbildung sind formal geregelt: Zunächst beginnen Sondierungen, darauf können Koalitionsverhandlungen folgen; die Wahl einer Regierenden Bürgermeisterin oder eines Regierenden Bürgermeisters erfolgt anschließend im Abgeordnetenhaus. Ob Die Linke das Rote Rathaus anführen wird, hängt damit sowohl von der Bereitschaft der potenziellen Partner als auch von internen Parteibeschlüssen ab.
Die Berliner Wahl vom 20. September 2026 hat die politische Landschaft der Stadt spürbar verändert. Für die kommenden Wochen sind belastbare Zeitpläne für Verhandlungen sowie konkrete, prüfbare Maßnahmen in zentralen Politikfeldern erforderlich, damit die Vorgänge nicht nur programmatisch, sondern auch administrativ und finanziell umgesetzt werden können.
Redakteurin: Mira Cadena (Artikel mit KI-Unterstützung).