Sechs aus dem Garten des Museum Peter Gehring in München entwendete Bronzeskulpturen sind zurückgebracht worden. Nach Angaben der Münchner Polizei wurden die Figuren in der Nacht zum 1. Oktober 2026 vor der Garage des denkmalgeschützten Anwesens in Allach-Untermenzing abgelegt und anschließend von der Besitzerin entdeckt. Sichtbare Schäden stellten die Ermittler nicht fest.
Der Diebstahl war am Tag des offenen Denkmals im September 2026 erfolgt. Das sonst nur nach Vereinbarung zugängliche Haus und der Skulpturengarten waren an diesem Tag stark besucht; das Fehlen der Werke wurde am 13. September bemerkt. Die Polizei hatte daraufhin öffentlich um Hinweise gebeten und die Ermittlungen wegen besonders schweren Diebstahls aufgenommen.
Zu den mutmaßlichen Tätern, ihren Motiven oder möglichen Helfern liegen nach Behördenangaben weiterhin keine belastbaren Erkenntnisse vor. Es gab bis zum Zeitpunkt der Mitteilungen keine Festnahmen. Nach Einschätzung der Münchner Polizei führten der anhaltende Fahndungsdruck und die umfangreiche Berichterstattung wahrscheinlich dazu, dass die Stücke anonym zurückgelegt wurden. Konkrete Spuren zu weiteren Fällen wurden nicht genannt.
Das Museum Peter Gehring ist ein privates Kunst- und Architekturmuseum mit Skulpturengarten in Allach-Untermenzing. Es wird von Birgit Gehring betrieben. Peter Gehring, nach dem das Haus benannt ist, war Architekt, bildender Künstler und Sammler. Der Fall lenkt den Blick auf die Verwundbarkeit kleiner privater Sammlungen, insbesondere bei publikumsstarken Veranstaltungen wie dem Tag des offenen Denkmals, wenn zahlreiche Außenbereiche zugänglich sind.
Für die laufenden Ermittlungen sind nun vor allem forensische Auswertungen der zurückgebrachten Objekte und mögliche Zeugenhinweise entscheidend. Die Polizei warnt regelmäßig vor dem Erwerb von mutmaßlich gestohlenen Metall- und Bronzeobjekten, die teils über Kleinanzeigen, Schrotthandel oder informelle Netzwerke angeboten werden können. Sammlungen mit Außenplastiken setzen nach vergleichbaren Vorfällen verstärkt auf dokumentarische Erfassung, eindeutige Kennzeichnungen und abgestimmte Sicherheitskonzepte in Zusammenarbeit mit der Polizei.
Obwohl ein finanzieller Schaden offenbar abgewendet wurde, bleibt der rechtliche Aufarbeitungsbedarf bestehen. Die Ermittler bitten weiterhin um sachdienliche Hinweise zu verdächtigen Beobachtungen rund um das Museum Peter Gehring und den Skulpturengarten in den Tagen vor und nach dem 1. Oktober 2026.
Redakteurin: Mira Cadena (Artikel mit KI-Unterstützung).