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Drebkau erinnert 30 Jahre nach Umsiedlung an das verschwundene Kausche

Heute und am Sonntag begeht Drebkau das 30. Jubiläum der Umsiedlung von Kausche. Die Stadt erinnert an Abriss und Neuanfang infolge des Tagebaus Welzow-Süd.

Heute und am Sonntag erinnert die Stadt Drebkau an die Umsiedlung von Kausche vor 30 Jahren. Die Jubiläumsveranstaltung markiert den Abschluss der Verlegung und den Abriss 1996 und bietet Gespräche, Ausstellungen und Rückblicke auf den Wandel vom alten zum neuen Ort. Der aktuelle Anlass ist lokal verankert: Kausche musste dem Tagebau Welzow-Süd weichen und wurde als Ortsteil an neuer Stelle aufgebaut.

Nach städtischen Angaben und rbb-Berichten zählt Kausche in der Lausitz zu den vollständig verlegten Dörfern der 1990er-Jahre. Grundlage waren landesplanerische Festlegungen zum Braunkohlenplan Welzow-Süd und Vereinbarungen zwischen Kommune und Bergbauunternehmen. Die letzten Einwohnerinnen und Einwohner zogen 1996 um, Gebäude wurden anschließend abgetragen. Seither besteht Neu-Kausche als Ortsteil von Drebkau; zentrale Einrichtungen wie Bürgerhaus und Kirche standen beim Wiederaufbau früh für das Gemeinschaftsleben.

Die Rückschau trennt Fakten, Zuschreibungen und Lehren: Faktisch ist die Siedlungsverlagerung dokumentiert – inklusive Flächennutzungs- und Planungsverfahren, Ausgleichsregelungen und Gemeindebeschlüssen in Brandenburg. Zugeschriebene Erfahrungen der Betroffenen – Verlust von Heimat, Neuaufbau von Vereinen und kirchlichem Leben – prägen bis heute die lokale Erinnerung. Aus diesen Perspektiven leiten Beteiligte und Beobachter regelmäßig ab, wie Umsiedlungen sozial und rechtlich besser flankiert werden können.

Für die Region steht Kausche exemplarisch für die tiefgreifenden Landschafts- und Strukturveränderungen durch den Braunkohlenabbau. Der Tagebau Welzow-Süd verschob Grenzen von Orten, Zuständigkeiten und Infrastrukturen; die damaligen Entscheidungen wirken in aktuellen Debatten über Energiepolitik und Nachnutzung von Bergbauflächen nach. Zugleich zeigt der Wiederaufbau, welche Rolle Kommunen spielen, wenn es darum geht, Ortsidentität in neuer Lage zu sichern.

Die Stadt Drebkau ordnet die Jubiläumsfeier als Gedenk- und Gesprächsrahmen ein. Beiträge von Zeitzeuginnen und Zeitzeugen, Kommunalvertreterinnen und -vertretern sowie Vereinen werden vor Ort dokumentiert. Politische Bewertungen oder Prognosen zu künftigen Energie- und Strukturentscheidungen sind davon getrennt zu betrachten und bleiben Gegenstand laufender Prozesse auf Landes- und Bundesebene. Der Nachrichtenkern bleibt der aktuelle Anlass: die öffentliche Erinnerung an Umsiedlung, Abriss 1996 und Neuanfang in Neu-Kausche – dreißig Jahre danach.

Redakteurin: Mira Cadena (Artikel mit KI-Unterstützung).

Quellen

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