Gesellschaft

Dresdner Synagoge nach Sicherheitsumbau wieder geöffnet

Nach dreieinhalb Jahren Umbau hat die Jüdische Gemeinde zu Dresden die Neue Synagoge am Hasenberg wieder eröffnet. Im Zentrum standen erweiterte Sicherheitsvorkehrungen infolge des Anschlags von Halle 2019.

Die Neue Synagoge Dresden ist wieder in Betrieb. Die Jüdische Gemeinde zu Dresden öffnete das Gebäude am Hasenberg nach dreieinhalb Jahren Umbauarbeiten am 14. September 2026 erneut für Gottesdienste und Gemeindeleben. Kern des Projekts waren nach Angaben der Gemeinde und beteiligter Stellen deutlich ausgebaute Sicherheitsvorkehrungen, die seit dem rechtsextremistisch motivierten Anschlag auf die Synagoge in Halle am 9. Oktober 2019 verstärkt im Fokus standen.

Die Maßnahmen umfassen kontrollierbar gestaltete Zugänge, zusätzliche bauliche Barrieren und erweiterte Überwachungstechnik. Parallel wurden Brand- und Arbeitsschutz verbessert, barrierefreie Zugänge geschaffen und die Haustechnik energetisch modernisiert. Die Gemeinde betonte die notwendige Balance zwischen Offenheit des Hauses für die Öffentlichkeit und einem hohen Schutzniveau für die Mitglieder.

Die Wiedereröffnung wurde von Landes- und Stadtvertretern sowie Repräsentanten jüdischer Organisationen als Signal für sichtbares jüdisches Leben in Sachsen gewürdigt. Der Landesverband Sachsen der Jüdischen Gemeinden verwies zugleich auf die dauerhaften finanziellen und organisatorischen Belastungen durch Sicherheitsanforderungen. Aus kommunalen Kreisen heißt es, die kontinuierliche Absicherung religiöser Einrichtungen bleibe eine gemeinsame Aufgabe von Kommune, Land und Bund.

Für Dresden bedeutet die Rückkehr in die Neue Synagoge eine Bündelung von Gottesdiensten, Bildungsangeboten und Beratung am angestammten Standort. Während der Bauphase wich die Gemeinde auf die provisorische Synagoge an der Fiedlerstraße aus. Mit der Wiederinbetriebnahme knüpft die Gemeinde an ihr Programm mit regelmäßigen Gottesdiensten, Feiertagen und kulturellen Veranstaltungen an.

Sicherheitsfachleute sehen in dem Umbau ein Beispiel dafür, wie Schutzkonzepte mit städtebaulichen und funktionalen Anforderungen verbunden werden können. Aus Behördenkreisen wird auf die Notwendigkeit langfristiger Finanzierungen und klarer Zuständigkeiten verwiesen. Konkrete Angaben zu laufenden Betriebskosten und zur weiteren Ausgestaltung des Schutzkonzepts wurden nicht im Detail veröffentlicht.

Die Dresdner Synagoge steht an historischer Stelle am Elbufer; der Neubau war im Jahr 2001 eingeweiht worden, nachdem die frühere Hauptsynagoge 1938 zerstört worden war. Mit der aktuellen Öffnung unterstreicht die Gemeinde ihren Anspruch, ein offenes Haus für religiöses Leben und Austausch zu sein – unter Bedingungen, die Sicherheit priorisieren, ohne die Zugänglichkeit aufzugeben.

Redakteurin: Mira Cadena (Artikel mit KI-Unterstützung).

Quellen