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Dritte Tarifrunde im Busverkehr in Schleswig-Holstein gescheitert – ver.di droht mit bis zu fünf Tagen Warnstreik

Im Konflikt um bessere Bedingungen im kommunalen Busverkehr in Schleswig-Holstein blieb die dritte Verhandlungsrunde am 22. September 2026 ohne Ergebnis. ver.di kündigte an, notfalls bis zu fünf Tage am Stück zu streiken.

Die dritte Verhandlungsrunde im kommunalen Busverkehr in Schleswig-Holstein ist am 22. September 2026 ohne Einigung beendet worden. Die Gewerkschaft ver.di wies das nachgebesserte Angebot der Arbeitgeber als unzureichend zurück und drohte mit Warnstreiks von bis zu fünf Tagen Dauer. Beide Seiten kündigten an, die Gespräche fortzusetzen.

ver.di fordert Einkommensverbesserungen, eine jährliche Sonderzahlung sowie verbindliche Regelungen zu Arbeitszeiten und Eingruppierungen. Zur Begründung verweist die Gewerkschaft auf gestiegene Lebenshaltungskosten und den anhaltenden Fachkräftemangel im Fahrdienst. Die Arbeitgeberseite, vertreten durch kommunale Arbeitgeberverbände, argumentiert mit engen Budgets und zusätzlichen Belastungen durch die Verkehrswende, die Erneuerung der Fahrzeugflotten sowie höhere Energie- und Kraftstoffkosten.

Konkrete Details zum abgelehnten Angebot wurden nicht bekannt. Aus Gewerkschaftskreisen heißt es, die Offerte bleibe hinter der Inflationsentwicklung und den Anforderungen an attraktivere Schichtmodelle zurück. Arbeitgebervertreter betonen hingegen, man habe sich bewegt und brauche Planbarkeit für Betriebe und Aufgabenträger.

Die Auswirkungen eines mehrtägigen Warnstreiks würden vor allem Pendlerinnen und Pendler sowie Schülerinnen und Schüler treffen. In der Vergangenheit kam es im Zuge des Tarifkonflikts bereits zu regionalen Arbeitsniederlegungen, unter anderem in Kiel, Lübeck, Flensburg und Neumünster. Kommunale Verkehrsunternehmen wie die KVG Kiel und die Verkehrsbetriebe Kreis Plön warnten vor kurzfristigen Einschränkungen im Linienangebot, falls die Fronten verhärtet bleiben.

Für Kommunen und Landkreise können längere Ausfälle zusätzliche Kosten verursachen, etwa für Ersatzverkehre. Politisch rückt damit die Frage in den Mittelpunkt, wie die Verkehrswende finanziell tragfähig gestaltet werden kann, ohne die Arbeitsbedingungen im Nahverkehr zu vernachlässigen. Verlässliche Dienste und planbare Schichten gelten in der Branche als Schlüssel, um Personal zu halten und neue Kräfte zu gewinnen.

Gesichert ist: Am 22. September 2026 scheiterte die dritte Runde, ver.di erhöhte daraufhin den Druck mit der Androhung längerer Warnstreiks. Offen ist: Ob und wann ein neues Arbeitgeberangebot vorgelegt wird, das die Tarifkommission der Gewerkschaft akzeptiert, und ob die angedrohten Maßnahmen tatsächlich umgesetzt werden. Weitere Gespräche wurden vertagt; ein Abschluss liegt derzeit nicht vor.

Redakteurin: Mira Cadena (Artikel mit KI-Unterstützung).

Quellen

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