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Drohbrief an Speyerer Synagoge: Weißes Pulver war harmlos

Bei der Synagoge Beith-Schalom in Speyer ist ein Drohschreiben mit weißer Substanz eingegangen. Laut Polizei ergab die Analyse des Landeskriminalamts, dass das Pulver ungefährlich war. Die Kriminalpolizei Ludwigshafen ermittelt.

Kurzmeldung

Bei der Jüdischen Kultusgemeinde der Rheinpfalz in Speyer ist am 16. Oktober 2026 ein Drohschreiben mit einer weißen Substanz eingegangen. Nach Angaben des Polizeipräsidiums Rheinpfalz wurde der Brief gegen 10 Uhr im Briefkasten der Synagoge Beith-Schalom entdeckt. In dem Schreiben wurde mit einer Sprengung der Synagoge gedroht. Die Polizei prüft, ob der Brief bereits am Vorabend eingeworfen wurde.

Spezialisten des Landeskriminalamts untersuchten die Substanz und stuften sie als ungefährlich ein. Hinweise auf eine konkrete Gefährdung ergaben sich laut Polizei nicht. Der Bereich um die Synagoge wurde zunächst weiträumig abgesperrt, Einsatzkräfte von Polizei, Kriminalpolizei und Rettungsdiensten sicherten den Fundort und leiteten Spurensicherung ein. Nach Abschluss der Analysen hob die Polizei die Absperrungen wieder auf.

Die Kriminalpolizei Ludwigshafen hat die Ermittlungen übernommen. Im Mittelpunkt stehen die Herkunft des Schreibens, sein Drohcharakter und die Identifizierung der Verfasserin oder des Verfassers. Die zuständige Staatsanwaltschaft ist eingebunden. Die Polizei wertet Spuren aus und prüft, ob inhaltliche oder formale Auffälligkeiten im Text Rückschlüsse auf die Urheberschaft erlauben. Nach bisherigem Stand liegen keine Anhaltspunkte für eine unmittelbare Anschlagsgefahr vor; die Lagebewertung werde fortlaufend aktualisiert, teilte das Polizeipräsidium mit.

Die Polizei bittet um Hinweise aus der Bevölkerung: Wer am Abend des 15. Oktober oder am Morgen des 16. Oktober im Umfeld der Synagoge verdächtige Beobachtungen gemacht hat, soll sich an die Ermittler wenden. Angaben zur genauen Zahl der eingesetzten Kräfte oder zu weiteren Sicherungsmaßnahmen machte die Polizei nicht.

Die Synagoge Beith-Schalom ist Sitz der Jüdischen Kultusgemeinde der Rheinpfalz in Speyer. Jüdische Einrichtungen in Deutschland sind seit Jahren wiederholt Ziel von Drohschreiben und Androhungen. Sicherheitsbehörden bewerten solche Vorfälle regelmäßig mit hoher Priorität, um rasch zwischen tatsächlicher Gefahr und Falschalarm zu unterscheiden und mögliche Nachahmungstaten zu verhindern. Im vorliegenden Fall wurde die Substanz schnell als ungefährlich klassifiziert; die strafrechtlichen Ermittlungen zum Drohschreiben dauern an.

Redakteurin: Mira Cadena (Artikel mit KI-Unterstützung).

Quellen

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