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Drohnenrisiko vor Weihnachtsmärkten: Städtebund fordert mehr Hilfe für Kommunen

Vor dem Start der Weihnachtsmärkte warnt der Deutsche Städte- und Gemeindebund vor wachsenden Drohnengefahren und dringt auf bessere Einbindung, Technik und Finanzierung.

Der Deutsche Städte- und Gemeindebund warnt kurz vor der Öffnung der Weihnachtsmärkte vor einer wachsenden Gefahr durch zivile Drohnen und fordert mehr Unterstützung für die Kommunen. Nach Angaben des Verbandes reichen herkömmliche Schutzkonzepte mit Absperrungen und Zufahrtskontrollen nicht aus, um Risiken aus der Luft zu begegnen. Die kommunale Ebene solle verbindlich in Lagebilder von Bund und Ländern eingebunden und technisch wie finanziell besser ausgestattet werden, berichtete der Deutschlandfunk.

Konkret geht es dem Verband um drei Punkte: erstens die zeitnahe Einbindung kommunaler Ordnungs- und Sicherheitsbehörden in gemeinsame Lagebewertungen; zweitens finanzielle Hilfen für Detektions- und Abwehrtechnik, Übungslagen und Personal; drittens klare rechtliche Grundlagen für Eingriffe in den Luftraum über Veranstaltungen. Nach Einschätzung des Verbandes fehlen vielerorts Standards, etwa für den Einsatz mobiler Detektionssysteme an stark besuchten Plätzen, und es bestehen Lücken bei Zuständigkeiten zwischen Veranstaltern, Ordnungsämtern und Polizei.

Rechtlich berührt das Thema sowohl Luftfahrtrecht als auch Gefahrenabwehr. Das Bundesinnenministerium arbeitet an Strategien gegen hybride Bedrohungen, in denen auch der Umgang mit zivilen Drohnen eine Rolle spielt. Das Bundesministerium für Digitales und Verkehr ist für Vorgaben zum Luftraum und zu Flugbeschränkungsgebieten zuständig. Kommunen verweisen darauf, dass temporäre Sperrzonen oder Auflagen zwar helfen können, die Umsetzung im urbanen Raum aber komplex ist und Ressourcen bindet.

Als Hintergrund nennen Fachleute die stark gestiegene Verfügbarkeit leistungsfähiger, leicht zu steuernder Drohnen. Offene Veranstaltungsflächen und enge Innenstädte erschweren dabei klassische Schutzkonzepte. Die Deutsche Flugsicherung erprobt Detektions- und Warnverfahren an Verkehrsflughäfen; für innerstädtische Großveranstaltungen fehlen jedoch einheitliche Verfahren und dauerhafte Finanzierungswege. Nach Angaben aus Kommunen wachsen die Sicherheitsbudgets seit Jahren, kurzfristige Sondermittel ersetzen dabei keine verlässliche Planung.

Für die anstehende Adventszeit rechnen Städte je nach Lage mit verstärkten Maßnahmen: zusätzliche Sperrflächen, engere Zusammenarbeit von Ordnungskräften mit Polizei und Feuerwehr, erweiterte Besucherlenkung und punktuelle Flugbeschränkungen. Wie breit solche Vorkehrungen greifen, hängt von lokalen Lagen und verfügbaren Mitteln ab. Der Deutsche Städte- und Gemeindebund dringt deshalb auf eine dauerhafte Einbindung der Kommunen in die nationale Sicherheitsarchitektur und auf verlässliche Finanzhilfen, um wirksame Drohnenabwehr praxistauglich zu machen.

Redakteurin: Mira Cadena (Artikel mit KI-Unterstützung).

Quellen

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