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Dürre und Zikade mindern Zuckerrübenernte 2026 in Deutschland

Zum Start der Rübenkampagne melden Betriebe und Verbände deutliche Einbußen: Trockenheit und die Schilf-Glasflügelzikade senken Erträge und Zuckerqualität.

Zum Auftakt der Zuckerrübenkampagne 2026 berichten Betriebe, Kammern und Verbände über spürbare Einbußen bei Ertrag und Qualität. Der anhaltende Sommerniederschlagsmangel und ein verbreiteter Befall durch die Schilf-Glasflügelzikade drücken die Zuckergehalte und führen vermehrt zu weichen, schlecht lagerfähigen Rüben. Aus mehreren Anbauregionen, darunter Süd- und Norddeutschland, werden geringere Rübenerträge und schwankende Rohstoffqualitäten gemeldet.

Fachstellen nennen zwei Erregerkomplexe als Hauptursache der jüngsten Qualitätsprobleme: das als SBR bekannte Syndrom niedriger Zuckergehalte und das Stolbur-Phytoplasma. Beide beeinträchtigen die Leitbündel im Rübengewebe und mindern die Zuckerakkumulation. Die Schilf-Glasflügelzikade gilt als zentraler Vektor. Die Landwirtschaftskammer Niedersachsen verweist 2026 auf ein intensiviertes Monitoring mit zahlreichen Funden, und Pflanzenschutzdienste berichten über Notfallzulassungen für gezielte Insektizidmaßnahmen gegen die Zikade, um Akutschäden während der Vegetation zu begrenzen.

Der klimatische Stress verschärft das Problem. Trockenheit in kritischen Wachstumsphasen schwächt Bestände, verzögert die Entwicklung und erhöht die Anfälligkeit für Vektorübertragungen. In Baden-Württemberg und weiteren süddeutschen Regionen schildern Anbauer laut SWR vermehrt Qualitätsabweichungen bis hin zu sogenannten Gummirüben, was die Verarbeitung erschwert. Zugleich warnt die Wirtschaftliche Vereinigung Zucker vor einer eingeschränkten Planbarkeit der Kampagne: Zuckerfabriken müssen mit wechselnden Anlieferqualitäten und -mengen kalkulieren, was Logistik und Vertragsabwicklung belastet.

Unternehmen wie Südzucker und Nordzucker bereiten sich auf eine heterogene Rohstofflage vor. Branchenhinweise empfehlen einen integrierten Ansatz aus Feldbeobachtung, angepasster Sortenwahl, optimierter Fruchtfolge und punktgenauem Pflanzenschutz. Züchtungsprogramme für tolerantere Zuckerrübensorten gewinnen an Bedeutung, gelten aber nicht als kurzfristige Lösung für die laufende Kampagne. Die Verbände fordern zudem politische Flankierung zur Risikoteilung und zur Stabilisierung betroffener Betriebe.

Behörden stellen Informations- und Beratungsmaterial bereit. Das Bundesministerium für Ernährung und Landwirtschaft beschreibt Übertragungswege und Bekämpfungsstrategien gegen die Schilf-Glasflügelzikade; Pflanzenschutzdienste und Kammern bündeln regionale Warnmeldungen und Empfehlungen zum Befallsmanagement. Prognosen zur Gesamterntemenge bleiben vorsichtig: Regionale Erstschätzungen deuten auf unterdurchschnittliche Ergebnisse hin, eine verlässliche Bilanz wird jedoch erst mit fortschreitender Kampagne erwartet. Klar ist bereits, dass die Kombination aus Dürre und Zikadenbefall 2026 die Zuckerrübenerzeugung in Deutschland merklich unter Druck setzt.

Redakteur: Daniel Mayer (Artikel mit KI-Unterstützung).

Quellen

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