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Earth Night heute: Städte drosseln Beleuchtung ab 22 Uhr

Heute ab 22 Uhr ruft die Initiative Paten der Nacht in Deutschland zur Earth Night auf. Mehrere Städte reduzieren nicht sicherheitsrelevante Außenbeleuchtung, um auf Lichtverschmutzung aufmerksam zu machen.

Heute, am 11. September 2026, findet in Deutschland die Earth Night statt. Ab 22 Uhr sollen nicht sicherheitsrelevante Außenleuchten für eine ganze Nacht gedimmt oder abgeschaltet werden. Koordiniert wird die Aktion von der Ehrenamtsinitiative Paten der Nacht, die Kommunen, Unternehmen und private Haushalte zum Mitmachen aufruft. Ziel ist es, auf die Folgen der Lichtverschmutzung für Insekten, Vögel und Pflanzen sowie auf vermeidbaren Energieverbrauch und die Bedeutung dunkler Nächte für den Menschen aufmerksam zu machen.

Mehrere Städte haben ihre Teilnahme angekündigt. Die Landeshauptstadt Stuttgart will Fassadenbeleuchtungen und repräsentative Illuminationen gezielt drosseln oder auslassen. Auch Mannheim, Nürnberg und Heidelberg planen, öffentliche Gebäude und ausgewählte Plätze für die Dauer der Aktion nicht anzustrahlen oder nur bei Bedarf per Bewegungsmelder zu beleuchten. In allen Fällen gilt: Straßenbeleuchtung, sicherheits- und verkehrsrelevante Lampen bleiben in Betrieb; eine Gefährdung der öffentlichen Sicherheit ist nicht beabsichtigt.

Umweltverbände wie der Bund für Umwelt und Naturschutz Deutschland nutzen die Earth Night, um praxisnahe Maßnahmen gegen Lichtverschmutzung zu vermitteln. Dazu zählen abgeschirmte Leuchten, bedarfsgerechte Steuerungen mit Zeitschaltuhren und Bewegungsmeldern, die Reduzierung der Beleuchtungsstärke sowie der Einsatz warmweißer Lichtfarben, die Insekten weniger anziehen. Begleitet wird die Aktion lokal von Informationsabenden, Nachtspaziergängen und Beratungsangeboten in Kommunen und Vereinen.

Konkrete Einsparwerte beim Stromverbrauch unterscheiden sich je nach Standort und Beleuchtungskonzept und sind vielerorts noch nicht systematisch erhoben. Die Organisatoren verstehen die Earth Night vor allem als Anstoß, langfristig lichtökologischere Lösungen in Stadtplanung, Gewerbe und Privathaushalten zu verankern. Zuständige Stellen in den Kommunen – etwa Tiefbau- und Beleuchtungsämter sowie Denkmalpflege – wägen dabei Sicherheitsanforderungen, Städtebau und Naturschutz ab, oftmals in Abstimmung mit Polizei und Umweltbehörden.

Die Earth Night ergänzt bestehende Initiativen zum Schutz der Nacht und richtet den Fokus spezifisch auf die alltägliche Außenbeleuchtung. Anders als bei kurzfristigen Symbolaktionen zielt sie auf dauerhafte Veränderungen im Betrieb von Leuchten und in Gestaltungsstandards im öffentlichen Raum. Kommunen, die heute Erfahrungen sammeln, können diese in Richtlinien und Beschaffungsentscheidungen überführen – etwa bei der Auswahl von Leuchtentypen, der Festlegung von Betriebszeiten und der Planung von Beleuchtungsstärken in sensiblen Bereichen.

Die Initiatoren betonen, dass bereits kleine Schritte Wirkung zeigen: Wo überflüssiges Licht vermieden und notwendige Beleuchtung gezielter eingesetzt wird, sinken Störungen für Tiere und Menschen – und der Energieverbrauch ebenso.

Redakteurin: Mira Cadena (Artikel mit KI-Unterstützung).

Quellen

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