Der denkmalgeschützte Bau der ehemaligen Alexanderschanze am Kniebis, an der Schwarzwaldhochstraße B500, soll nach Jahren des Verfalls als Südportal des Nationalparks Schwarzwald wiederbelebt werden. Das Umweltministerium Baden-Württemberg und die Nationalparkverwaltung bestätigen, dass das Land das Gebäude nutzt und seit Juni 2026 Rückbau‑ und Vorbereitungsarbeiten laufen. Ziel ist, im Gebäude Räume der Verwaltung, eine Rangerstation sowie eine einfache Herberge für Wandernde einzurichten. Das Projekt trägt damit direkte Besucherfunktion und Verwaltungsaufgaben in eine bislang unterversorgte Zone des Nationalparks. (Stand: genaue Aussagen der Nationalparkverwaltung und des Landes: Mitteilung vom 24. September 2026.)
Die Nutzung des Hauses als „Tor“ verbindet denkmalpflegerische Belange mit Anforderungen des Schutzgebietsmanagements. Nach Angaben der Nationalparkverwaltung wurde bereits im März 2026 eine Teilbaufreigabe erteilt; daraufhin begann im Juni 2026 der Rückbau nachträglicher Anbauten und die Entfernung schadstoffbelasteter Einbauten. Die Landesbehörde betont, dass parallel Besucher‑ und Verkehrslenkungsfragen, Personalbedarf und die Finanzierung laufender Betriebskosten geprüft werden müssen. Alle genannten Maßnahmen nennen konkrete Termine und formale Schritte; unbestätigte Zahlen zu Kosten oder Fertigstellungsterminen sind nicht veröffentlicht worden.
Für die Region hat der Umbau mehrere Bedeutungsebenen: Lokalpolitisch stärkt er Freudenstadt und angrenzende Gemeinden als Schnittstelle zwischen Tourismus und Naturschutz. Landrat Andreas Junt hat die Entscheidung ausdrücklich begrüßt und die Wiederbelebung des Gebäudes als Ergänzung zu den bestehenden Nationalparkzentren genannt. Ökologisch stellt sich die Frage, wie Besucherströme gelenkt werden, damit sensible Lebensräume im Park nicht zusätzlich belastet werden; die Nationalparkverwaltung verweist auf verbindliche Konzepte zur Besucherlenkung, die Teil der weiteren Planungen sind.
Die Alexanderschanze war ursprünglich ein Luxushotel und galt lange Zeit als Lost Place, der in den vergangenen Jahren wiederholt Thema regionaler Berichterstattung und Denkmalschutzdiskussionen war. Der bevorstehende Umbau folgt damit einer politischen Entscheidung des Landes, Leerstand zu vermeiden und eine öffentliche Funktion am Ort zu sichern. Aussagen zur endgültigen Nutzungsdauer, zu Investitionssummen und zum konkreten Eröffnungsdatum liegen bislang nicht in belastbarer Form vor; diese Daten werden nach Genehmigungsschritten und Ausschreibungen erwartet. Faktenchecks erfolgten gegenüber offiziellen Verlautbarungen der Nationalparkverwaltung und Berichtserstattung regionaler Medien (Stand: 24. und 25. September 2026).
Redakteurin: Mira Cadena (Artikel mit KI-Unterstützung).