Brandenburg

Ehrenamtliche fangen und kastrieren Straßenkatzen in Eberswalde

rbb24 hat am 1. Oktober 2026 eine Fang- und Kastrationsaktion für Straßenkatzen in Eberswalde begleitet. Junge Tiere sollen ins Tierheim, scheue Alttiere werden nach der Operation zurückgesetzt.

rbb24 hat am 1. Oktober 2026 eine nächtliche Aktion in Eberswalde dokumentiert, bei der Ehrenamtliche verwilderte Hauskatzen und freilebende Jungtiere mit Lebendfallen einfingen, um sie zur Kastration zu bringen. Nach Angaben der Beteiligten werden junge, sozialisierbare Tiere möglichst frühzeitig gesichert und über ein Tierheim vermittelt. Erwachsene, sehr scheue Tiere kehren nach der Operation in ihr angestammtes Revier zurück, um dort weitere unkontrollierte Würfe zu verhindern.

Die Aktion reiht sich in eine wachsende regionale Debatte ein. Im Landkreis Barnim fordern Tierschutzinitiativen seit Monaten verbindlichere Regeln für Freigängerkatzen. Diskutiert werden eine Pflicht zur Kastration sowie zur Registrierung und Kennzeichnung, die Kommunen per Satzung festlegen können. Hintergrund ist die aus Sicht der Tierschützer hohe Vermehrungsrate in Siedlungsnähe und die damit verbundene Belastung für Tierheime und ehrenamtliche Helfer.

Auf Landesebene verweist das Ministerium für Landwirtschaft, Umwelt und Klimaschutz Brandenburg auf Fördermöglichkeiten für Kastrationen freilebender Katzen. Die Programme unterliegen haushaltsrechtlichen Vorgaben, ergänzende kommunale Angebote und private Spenden bleiben daher wichtig. Ehrenamtliche betonen, dass planbare, wiederkehrende Aktionen die Bestände stabilisieren und Tierleid mindern können, insbesondere wenn Halterinnen und Halter ihre Freigängerkatzen kennzeichnen und kastrieren lassen.

Der rbb24-Beitrag zeigt exemplarisch die Praxis vor Ort, nennt jedoch keine flächendeckenden Zahlen zur Größenordnung der Populationen oder zu Erfolgsquoten einzelner Einsätze. Für belastbare Vergleiche verweisen örtliche Gruppen auf vereinsinterne Erfassungen und kommunale Rückmeldungen. Unstrittig ist unter Fachleuten, dass die Kombination aus Kastration, Registrierung und Aufklärung die Zahl ungewollter Würfe spürbar senken kann. Umstritten bleiben Aufwand und Finanzierung, etwa wer die Kosten für Tiere ohne Halter trägt.

Kurzfristig rechnen Beteiligte mit weiteren ehrenamtlichen Einsätzen in Hotspots, mittelfristig mit Beratungen in Gemeinden über Satzungen und Förderbudgets. Aussagen im rbb24-Video sind den jeweiligen Akteurinnen und Akteuren zuzuordnen; rechtliche Bewertungen ergeben sich aus den einschlägigen kommunalen und landesrechtlichen Regelungen. Für Halter ändern sich Pflichten erst, wenn eine Gemeinde entsprechende Vorgaben erlässt. In Eberswalde und anderen Orten im Barnim bleibt die Lage damit ein Zusammenspiel aus engagierter Praxis, politischer Debatte und begrenzten Ressourcen.

Redakteurin: Mira Cadena (Artikel mit KI-Unterstützung).

Quellen

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