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Eifelkreis übernimmt Krankenhaus Prüm zur Sicherung der Versorgung

Der Kreistag des Eifelkreises Bitburg-Prüm hat am 8. September 2026 die Übernahme des insolventen St. Joseph-Krankenhauses Prüm beschlossen. Der Kreis kündigte einen Wirtschafts- und Finanzplan für den Herbst an.

Der Kreistag des Eifelkreises Bitburg-Prüm hat am 8. September 2026 die Übernahme des St. Joseph-Krankenhauses Prüm beschlossen. Mit dem Schritt reagiert der Landkreis auf die Insolvenz des Hauses und will die stationäre Versorgung im nördlichen Kreisgebiet sichern. Landrat Andreas Kruppert sprach von einer öffentlichen Verantwortung für die medizinische Grundversorgung und bezeichnete den Beschluss als zentral für die Region.

Das Krankenhaus befindet sich in einem vorläufigen Insolvenzverfahren; die Übernahme wurde nach Angaben der Kreisverwaltung in enger Abstimmung mit dem Sachwalter Jakob Joeres und dem Land Rheinland-Pfalz vorbereitet. Hintergrund sind anhaltende finanzielle Probleme der bisherigen Trägergesellschaft. Gläubigerausschuss und Sachwalter unterstützten Maßnahmen zur Fortführung des Betriebs, wodurch der Übergang in kommunale Trägerschaft möglich wurde.

Nach dem Beschluss wird der Eifelkreis Bitburg-Prüm zunächst laufende Defizite ausgleichen und das Haus in eine gemeinnützige Struktur überführen. Ein detaillierter Wirtschafts- und Finanzplan, der die künftige Ausrichtung, Spezialisierungen und Investitionsbedarfe darlegt, soll im Herbst 2026 vorgelegt werden. Parallel klärt der Landkreis rechtliche und beihilferechtliche Fragen mit externer Beratung und prüft Kooperationen mit benachbarten Kliniken sowie mit dem Rettungsdienst. Personalfragen und Betriebsabläufe sollen frühzeitig mit Beschäftigten und Betriebsrat abgestimmt werden.

Die Entscheidung bildet einen lokalen Gegenakzent zu einem bundesweiten Trend, in dem kleinere Kliniken unter Druck geraten. Genannt werden rückläufige Fallzahlen, Personalengpässe und steigende Kosten als Belastungsfaktoren. Für die Gemeinden rund um Prüm bedeutet die kommunale Übernahme vorerst Planungssicherheit für eine akutmedizinische Infrastruktur. Über den Umfang des Leistungsangebots und die künftige Schwerpunktsetzung wird der angekündigte Wirtschaftsplan Aufschluss geben.

In der Kreistagssitzung verwiesen Befürworter auf die Bedeutung kurzer Wege in Notfällen und die Rolle des Standorts für die regionale Daseinsvorsorge. Kritische Stimmen mahnten, die finanziellen Risiken für den Kreishaushalt eng zu steuern und Transparenz über Zwischenschritte herzustellen. Das Land Rheinland-Pfalz ist als Genehmigungs- und Förderinstanz in die weiteren Planungen eingebunden und hatte zuvor Unterstützungsoptionen in Aussicht gestellt.

Mit dem Beschluss vom 8. September ist der politische Rahmen gesetzt. Entscheidend für die Tragfähigkeit des Modells werden nun die verabredeten Schritte bis Jahresende: belastbare Finanzierung, klare medizinische Profile und verbindliche Absprachen mit Partnern in der Region.

Redakteurin: Mira Cadena (Artikel mit KI-Unterstützung).

Quellen

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