Der in Brandenburg bekannte Elchbulle Bert ist tot. Die Hochschule für nachhaltige Entwicklung Eberswalde teilte am 24. September 2026 mit, die betreuenden Wildbiologen hätten seit Samstag keine Bewegungen mehr über Berts GPS-Halsbandsender registriert und den Tierkörper daraufhin bergen lassen.
Die pathologische Untersuchung am Leibniz-Institut für Zoo- und Wildtierforschung in Berlin ergab schwere innere Verletzungen infolge eines stumpfen Traumas. An diesen Folgen ist der Elch nach derzeitigem Kenntnisstand verendet. Weitergehende Aussagen zur konkreten Ursache seien derzeit nicht möglich, hieß es aus Eberswalde.
Bert wurde 2016 in Nordostpolen geboren und hatte sich in den vergangenen Jahren dauerhaft im Naturpark Nuthe-Nieplitz südlich von Berlin etabliert. Seit 2018 war er im Wildtiermonitoring des Landes Brandenburg und der Hochschule für nachhaltige Entwicklung Eberswalde erfasst; zuletzt trug er seinen fünften GPS-Halsbandsender. Durch wiederholte Sichtungen und die Senderdaten galt er als Symboltier für die Rückkehr von Elchen nach Brandenburg.
Nach Angaben der Hochschule kommen auf Basis der bisherigen Befunde mehrere plausible Szenarien in Betracht: ein Kampf mit einem anderen Elchbullen während der Brunft, ein unglücklicher Kontakt mit landwirtschaftlichen Geräten oder ein Verkehrsunfall mit anschließendem stumpfem Trauma. In der Umgebung des Fundortes war in den Tagen vor Berts Tod ein weiterer Elchbulle gesichtet worden. Aus den vorliegenden Ergebnissen lasse sich die Vorgeschichte jedoch nicht eindeutig rekonstruieren.
Für die Region ist der Tod von Bert ein biologischer und kommunikativer Einschnitt. Aus fachlicher Sicht geht ein seltener, über Jahre standorttreuer Großsäuger verloren, der wertvolle Daten zu Verhalten, Raumansprüchen und Wanderbewegungen geliefert hat. Öffentlich hatte Bert Aufmerksamkeit auf Monitoring, Wildunfallprävention und den Umgang mit großen Pflanzenfressern gelenkt. Behörden und Forschungseinrichtungen betonen, dass valide Bestandsdaten, genetische Proben und zeitnahe Meldungen aus der Bevölkerung für die weitere Einschätzung der Elchvorkommen in Brandenburg notwendig bleiben.
Die Hochschule für nachhaltige Entwicklung Eberswalde kündigte an, zusätzliche Analysen vorzunehmen und Beobachtungsmeldungen aus der Region auszuwerten. Ergebnisse weiterer Untersuchungen sollen nach Vorliegen der Befunde veröffentlicht werden. Spekulationen über eine einzelne Ursache werden bis dahin nicht erhoben; die bislang gesicherten Tatsachen beschränken sich auf den Zeitpunkt der Bergung, den Fundort im Naturpark Nuthe-Nieplitz und die Diagnose schwerer innerer Verletzungen nach stumpfem Trauma.
Redakteurin: Mira Cadena (Artikel mit KI-Unterstützung).