Baden-Württemberg

EnBW setzt 80-Tonnen-Turbine im Werk Forbach ein

Im Rudolf-Fettweis-Werk in Forbach ist am 28. Oktober 2026 eine rund 80 Tonnen schwere Turbine montiert worden. EnBW spricht von einem Meilenstein beim Umbau zum Pumpspeicherkraftwerk.

Im Rudolf-Fettweis-Werk in Forbach (Landkreis Rastatt) ist am 28. Oktober 2026 eine rund 80 Tonnen schwere Turbine in das Maschinenhaus eingesetzt worden. EnBW und beteiligte Firmen bewerteten den Hub als wichtigen Baufortschritt beim Umbau zur Pumpspeicheranlage. Der Einsatz erfolgte unter beengten Platzverhältnissen mit Spezialkränen und abgestimmter Schwerlastlogistik.

Nach Angaben von EnBW wird das bestehende Wasser- und Speicherkraftwerk zum Pumpspeicherkraftwerk Forbach ausgebaut, um künftig kurzfristig abrufbare Leistung für Netzstabilität und die Integration schwankender erneuerbarer Einspeisung bereitzustellen. Der nun montierte Turbinenläufer gilt als zentrales Bauteil des Maschinenstrangs. In früheren Projektunterlagen war die Turbinentechnik dem Hersteller Andritz zugeschrieben.

Die Bauarbeiten laufen seit 2023. Dokumentiert sind umfangreiche Vortriebs-, Kaver­nen- und Stahlbauarbeiten unter Tage. Ein technisch heikler Abschnitt war laut Projektbeteiligten das Manövrieren eines rund 5,50 Meter breiten Bauteils durch einen Durchlass mit 5,80 Metern Breite. Die millimetergenaue Vermessung, aufeinander abgestimmte Hebevorgänge und die Verkehrslenkung vor Ort wurden dafür eng koordiniert.

Der Einbau markiert keine Inbetriebnahme. Es folgen Ausrichtung, Verschraubung, Dichtheits- und Belastungsprüfungen sowie elektrische Anbindungen. EnBW nennt für das Gesamtprojekt in Übersichten einen Inbetriebnahmerahmen im Jahr 2027. Konkrete Termine für erste Leistungsnachweise hängen von den Ergebnissen der Tests und den Genehmigungsschritten ab.

Das Vorhaben ist eines der größeren Wasserkraftprojekte in Baden-Württemberg. Es nutzt bestehende Infrastrukturen wie die Schwarzenbachtalsperre und soll zusätzliche Regel- und Speicherkapazität bereitstellen. Regionalbehörden und beteiligte Firmen verweisen auf die Komplexität der Arbeiten in bergmännisch hergestellten Hohlräumen und die hohe Präzision bei der Montage schwerer rotierender Maschinen.

Interessenlage und Einordnung: EnBW hebt in der Projektkommunikation den Beitrag des Ausbaus zur Versorgungssicherheit hervor. Kritische Punkte bleiben Termin- und Kostentreue sowie die Abhängigkeit vom weiteren Baufortschritt. Unabhängige Wirkungsanalysen zur künftigen Netzwirkung stehen erst nach Probebetrieb und Messungen an. Fest steht: Der erfolgreiche Einhub der 80 Tonnen schweren Turbine ist ein dokumentierter Zwischenstand, der den Übergang von Rohbau- zu Montagegewerken im Maschinenhaus sichtbar macht.

Redakteurin: Mira Cadena (Artikel mit KI-Unterstützung).

Quellen

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