Seit dem 1. Oktober 2026 gilt der neue Tankrabatt: Die Bundesregierung hat die Energiesteuer auf Benzin und Diesel befristet bis Jahresende um 14 Cent je Liter gesenkt. Einschließlich Umsatzsteuer entspricht das einer rechnerischen Entlastung von rund 17 Cent pro Liter. Bundestag und Bundesrat hatten die Maßnahme kurzfristig beschlossen; nach Angaben der Bundesregierung beläuft sich das Entlastungsvolumen auf etwa 2,5 Milliarden Euro.
In den frühen Morgenstunden wurden an vielen Tankstellen spürbare Rückgänge registriert. Auswertungen von ADAC und Tankerkönig deuteten zunächst auf Preisabschläge im Bereich von rund zehn bis elf Cent hin. In mehreren Regionen wurde Super E10 wieder für unter zwei Euro pro Liter angeboten. Marktbeobachter betonen zugleich, dass sich die vollständige Wirkung der Steuersenkung zeitversetzt zeigen kann und regional variiert.
Die Bundesregierung begründet den Schritt mit der anhaltenden Belastung durch hohe Kraftstoffpreise. Laut Regierung soll die befristete Senkung der Energiesteuer kurzfristig Pendler, Handwerk und Logistik entlasten. Zugleich kündigte sie an, die Preisentwicklung eng zu verfolgen. Eine vollständige und unmittelbare Weitergabe der Steuersenkung an die Kundschaft ist nach früheren Erfahrungen nicht in jedem Fall gewährleistet; entsprechende Unterschiede zwischen Raffinerien, Großhandel und Tankstellen wurden bereits in zurückliegenden Entlastungsphasen beobachtet.
Politisch ist die Maßnahme Teil eines Pakets, das Bund und Länder Ende September vereinbart haben. Zur Gegenfinanzierung verweist die Bundesregierung auf Haushaltsmittel; Details nannte sie zunächst nicht öffentlich. Flankierend prüft die Regierung nach eigener Darstellung weitere Eingriffe in den Markt, darunter die Option eines befristeten Spritpreisdeckels. Darüber ist noch nicht entschieden; Gespräche sollen bis zum Jahreswechsel fortgeführt werden.
Offen bleibt, in welchem Umfang die Steuersenkung im Wettbewerbsumfeld an den Zapfsäulen ankommt. Verbraucherschützer und Ökonomen mahnen Transparenz und eine konsequente Beobachtung möglicher Mitnahmeeffekte an. Das Bundeswirtschaftsministerium und die Wettbewerbsbehörden wollen die Daten der Meldeportale auswerten und bei Auffälligkeiten nachsteuern. Für Verbraucherinnen und Verbraucher empfiehlt sich weiterhin ein Preisvergleich über Tank-Apps sowie das Ausweichen auf günstigere Zeiten, da die Preiszyklen im Tagesverlauf stark schwanken.
Der Tankrabatt endet mit dem Jahreswechsel, sofern er nicht politisch verlängert oder durch andere Instrumente ersetzt wird.
Redakteurin: Mira Cadena (Artikel mit KI-Unterstützung).