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Ermittler finden Sprengstoffspuren an Drohne bei Fliegerhorst Wunstorf

An Trümmerteilen einer nahe dem Fliegerhorst Wunstorf abgestürzten Drohne sind laut Sicherheitsbehörden Spuren sprengstoffartiger Substanzen festgestellt worden. Die Bundesanwaltschaft prüft einen staatsschutzrelevanten Hintergrund und mögliche Parallelen zum Drohnenvorfall am Flughafen Leipzig/Halle vom 6. September.

Sicherheitsbehörden haben an Trümmerteilen einer Drohne, die unweit des Fliegerhorsts Wunstorf in der Region Hannover gefunden wurde, Spuren sprengstoffartiger Substanzen festgestellt. Das bestätigten Ermittler am 22. September. Die Befunde haben dazu geführt, dass die Bundesanwaltschaft die Ermittlungen koordiniert beziehungsweise eng begleitet, um einen möglichen politischen oder staatsschutzrelevanten Hintergrund zu prüfen.

Der Fund der Drohnenteile war Anfang bis Mitte September bekannt geworden. Ein Landwirt hatte die Teile in der Umgebung des Luftwaffenstandorts entdeckt und die Polizei verständigt. Der Fliegerhorst Wunstorf ist ein zentraler Logistik- und Transportknoten der Luftwaffe, was der Untersuchung besondere Dringlichkeit verlieh. Konkrete Angaben zur Art oder Menge der nachgewiesenen Substanzen machen die Behörden bislang nicht; die forensische Analyse läuft.

Parallel prüfen die Ermittler mögliche Verbindungen zum Drohnenvorfall am Flughafen Leipzig/Halle vom 6. September 2026. Dabei geht es um technische Übereinstimmungen, mögliche Beschaffungswege und Hinweise auf eine koordinierte Vorgehensweise. Ein belastbarer Nachweis für einen Zusammenhang liegt nach Behördenangaben derzeit nicht vor. Es gilt weiterhin: Herkunft, Steuerung und Zweck der in Wunstorf aufgefundenen Drohne sind ungeklärt.

In der Umgebung der Fundstelle wurden großflächige Absuchmaßnahmen durchgeführt, um weitere Teile und Spuren zu sichern. Daran waren Spezialkräfte des Landeskriminalamts Niedersachsen und Sprengstoffspürhunde beteiligt. Polizei und Militär stimmten sich eng ab, um die Betriebsabläufe auf dem Fliegerhorst Wunstorf nicht zu beeinträchtigen. Hinweise auf eine akute Gefährdung der Bevölkerung gaben die Behörden nicht.

Sicherheitskreise verweisen darauf, dass Drohnen in Deutschland und Europa zunehmend auch für Störaktionen, Aufklärung oder potenziell als Trägersysteme für Sprengsätze missbraucht werden. Der Vorfall von Leipzig/Halle hatte bereits zu Diskussionen über Luftraumschutz, Einsatzregeln und technische Abwehrmaßnahmen geführt. Die aktuellen Erkenntnisse aus Wunstorf dürften diese Debatte erneut beleben, zumal die Bundesanwaltschaft ausdrücklich einen möglichen staatsschutzrelevanten Kontext prüft.

Aussagen zur Täterschaft, zu Motiven oder zu einer möglichen Organisation treffen die Ermittler bislang nicht. Erst nach Abschluss der laufenden forensischen Untersuchungen und der Auswertung technischer Spuren wollen die zuständigen Stellen weitere Details veröffentlichen. Bis dahin bleibt offen, ob es sich um einen singulären Vorgang handelt oder ob eine Serie mit Bezug zu sicherheitsrelevanten Einrichtungen vorliegt.

Redakteurin: Mira Cadena (Artikel mit KI-Unterstützung).

Quellen

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