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Erneut Feuer in der früheren Getränkefabrik Wismaria in Wismar

Nach dem Großbrand vom 18. Oktober sind in der leerstehenden Malz- und Getränkefabrik Wismaria erneut Glutnester aufgeflammt. Stadt und Feuerwehr sichern das Gelände, Ermittler prüfen Brandstiftung.

In der früheren Malz- und Getränkefabrik Wismaria in Wismar hat es nach dem Großbrand vom 18. Oktober erneut gebrannt. Am 22. Oktober rückten Einsatzkräfte wegen wiederaufgeflammter Glutnester nochmals aus. Über der Umgebung stand zeitweise Rauch. Die Feuerwehr brachte die Lage unter Kontrolle; Verletzte wurden zunächst nicht bekannt. Bereits unmittelbar nach dem ersten Einsatz hatten die Freiwilligen Feuerwehren mehrfach nachlöschen müssen.

Die Hansestadt Wismar ließ Bereiche rund um das Gebäude sperren und rief Anwohnerinnen und Anwohner dazu auf, Türen und Fenster geschlossen zu halten. Aus Sicherheitsgründen begann die Stadt mit einem beschleunigten Rückbau stark beschädigter Bauteile. Die Statik einzelner Mauerzüge gilt als kritisch. Die nahe Bahnstrecke war zeitweise beeinträchtigt, wurde nach Sicherungsarbeiten jedoch wieder freigegeben.

Die Kriminalpolizei ermittelt zur Ursache. Nach offiziellen Angaben wird der Verdacht auf Brandstiftung geprüft; ein Ergebnis liegt noch nicht vor. Auch zur Schadenshöhe machten Behörden zunächst keine abschließenden Angaben. Sachverständige sollen das Ausmaß der Zerstörung dokumentieren und klären, welche Teile der Anlage noch gesichert werden können.

Die Wismaria ist Teil eines historischen Industrieensembles am Platter Kamp. Teile des Areals stehen unter Denkmalschutz. Schon vor dem Feuer hatte es Diskussionen über den baulichen Zustand und mögliche Nutzungen gegeben. Der jetzige Schaden verschärft den Entscheidungsdruck: Die Stadtverwaltung betont den Vorrang der Gefahrenabwehr, zugleich müssen denkmalpflegerische Belange berücksichtigt werden. Welche Gebäudeabschnitte dauerhaft weichen müssen, ist noch offen.

Einsatzkräfte berichten von einer komplexen Brandlage im ausgebauten Obergeschoss und schwer zugänglichen Bereichen, in denen Glutnester immer wieder Sauerstoff bekamen. Lösch- und Sicherungsarbeiten wurden durch herabfallende Teile und die poröse Bausubstanz erschwert. Der Landkreis Nordwestmecklenburg unterstützte die Koordination der Maßnahmen.

Nächste Schritte sind die forensische Klärung der Brandentwicklung, eine statische Neubewertung nach dem Teilabriss sowie Entscheidungen über mögliche Abrissarbeiten an weiteren Segmenten. Die Stadt kündigte an, über Sperrungen, Luftmessungen und Baufortschritte laufend zu informieren. Für Anwohnende und Pendelnde bleibt die Lage vorerst dynamisch; kurzfristige Verkehrs- und Wegeänderungen sind möglich. Prognosen zum Zeitplan weiterer Arbeiten lassen sich erst nach Abschluss der Untersuchungen treffen.

Redakteurin: Mira Cadena (Artikel mit KI-Unterstützung).

Quellen

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