In der Pfalz hat am Montag, 21. September 2026, der Fahrgastbetrieb mit batterieelektrischen Regionalzügen begonnen. Zum Start fahren erste Fahrzeuge zwischen Neustadt an der Weinstraße, Landau, Kaiserslautern und auf der Verbindung über Winden nach Karlsruhe. Die Landesregierung Rheinland-Pfalz, der Zweckverband Öffentlicher Personennahverkehr Süd und die Deutsche Bahn werten den Start als Auftakt für die Ablösung von Dieseltriebwagen im sogenannten Pfalznetz.
Zum Einsatz kommt der Fahrzeugtyp FLIRT Akku des Herstellers Stadler. Die Züge fahren unter Oberleitung elektrisch und wechseln auf Batteriebetrieb auf nicht elektrifizierten Abschnitten. Für das Laden werden an ausgewählten Bahnhöfen und in Abstellanlagen neue Einrichtungen sowie sogenannte Oberleitungsinseln bereitgestellt. Die Instandhaltung der Flotte wird regional organisiert, unter anderem in Kaiserslautern.
Das Land Rheinland-Pfalz und die Deutsche Bahn bestätigen, dass die für den Fahrgastbetrieb benötigten Zulassungen für die heute eingesetzten Fahrzeuge vorliegen. Weitere Einheiten folgen, sobald die behördlichen Freigaben und die technische Abnahme jeweils abgeschlossen sind. Der Regelbetrieb wird nach Angaben der Beteiligten stufenweise bis Ende 2026 ausgedehnt. Fahrgäste müssen in der Einführungsphase mit veränderten Umläufen und punktuellen Anpassungen im Fahrplan rechnen.
Hintergrund ist die Umstellung des Pfalznetzes auf batterieelektrischen Betrieb. Insgesamt wurden 44 Triebzüge bestellt, die auf einem großen Teil der heute noch mit Diesel bedienten Strecken verkehren sollen. Das Land nennt als Ziele eine deutliche Minderung der CO2-Emissionen, weniger Lärm sowie die Einsparung von Diesel. Die benötigte elektrische Energie soll aus erneuerbaren Quellen stammen. Die Finanzierung von Fahrzeugen, Instandhaltung und Ladeinfrastruktur ist den Angaben zufolge vertraglich gesichert.
Die Projektpartner verweisen zugleich auf Risiken im weiteren Hochlauf. Mögliche Verzögerungen bei der Lieferung einzelner Züge, bei Zulassungen oder beim Aufbau der Ladeinfrastruktur könnten dazu führen, dass vorübergehend Dieseltriebwagen als Ersatz fahren. Als Zielkorridor für die vollständige Umstellung bleibt der Zeitraum bis Jahresende 2026 genannt. Für die Region erhoffen sich Land und Betreiber einen verlässlicheren und leiseren Betrieb, wenn die neuen Fahrzeuge flächendeckend unterwegs sind.
Redakteurin: Mira Cadena (Artikel mit KI-Unterstützung).