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Erste Ergebnisse: Feldhasen im Pfälzerwald nutzen größere Reviere

SWR Aktuell meldet erste Befunde eines FAWF-Projekts in Trippstadt: Feldhasen wechseln Sassen häufig, nutzen Übergangszonen und bewegen sich über größere Flächen als erwartet.

Kurzmeldung

SWR Aktuell hat am 11. Oktober 2026 erste Befunde aus einem Forschungsprojekt der Forschungsanstalt für Waldökologie und Forstwirtschaft in Trippstadt veröffentlicht. Demnach nutzen Feldhasen im Pfälzerwald größere Reviere als bislang angenommen, wechseln ihre Sasse häufiger und halten sich bevorzugt in Übergangszonen von offenen Flächen zu Waldrändern auf.

Das Projekt der in Rheinland-Pfalz ansässigen FAWF läuft seit 2024 und ist bis Ende 2026 angelegt. Untersucht werden Verhalten, Nahrungswahl und Tagesrhythmen der Tiere. Nach Darstellung der Forschenden dienen Besenderungen, Kartierungen und Drohnenbeobachtungen dazu, Bewegungsradien und Habitatnutzung systematisch zu erfassen. Konkrete Zahlen zu Distanzen und Aufenthaltsdauern sollen nach Abschluss der Auswertungen folgen.

Beobachtet wurden drei Kernelemente des Verhaltens: Nahrungssuche, Bewegungsdistanzen und die Nutzung der Sasse, also jener flachen Bodenvertiefungen, in denen Feldhasen tagsüber ruhen. Die Tiere verlagern diese Rückzugsorte demnach mehrmals pro Woche und wählen Standorte, die Futterzugang und Deckung kombinieren. Der Tagesablauf zeigt längere Ruhephasen im Schutz dichter Vegetation und verstärkte Aktivität zu den Hauptfresszeiten.

Die bisherigen Ergebnisse deuten darauf hin, dass Feldhasen in einem strukturierten Verbund aus Feldfluren und Waldabschnitten zurechtkommen und nicht ausschließlich auf offene Agrarlandschaften angewiesen sind. Damit stützen die Befunde frühere Hinweise aus der Region, erweitern sie aber um detaillierte räumliche Muster und Zeitprofile.

Für das Management von Lebensräumen hat dies praktische Folgen. Aus Sicht von Jagd, Agrar- und Forstplanung sowie Naturschutzprogrammen sollten Randstrukturen, Hecken und feldnahe Waldränder gezielt einbezogen werden, um funktionale Vernetzungen zu sichern. Reine Maßnahmen auf Ackerbrachen oder Feuchtwiesen greifen demnach zu kurz, wenn Rückzugs- und Deckungselemente fehlen.

Zugeschriebene Aussagen bleiben vorsichtig: Weder zur Populationsentwicklung noch zu langfristigen Trends liegen belastbare Befunde vor; die FAWF verweist auf laufende Analysen. Abschließende Berichte mit quantitativen Angaben zu Bewegungsradien, Häufigkeit der Sassenwechsel und Nahrungsanteilen werden nach Projektende erwartet. Bis dahin gelten die veröffentlichten Beobachtungen als Arbeitsstand aus dem Pfälzerwald.

Redakteurin: Mira Cadena (Artikel mit KI-Unterstützung).

Quellen

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