Bayern

Evakuierungen in Plattling: 250-Kilogramm-Bombe am Bahnhof gefunden

In Plattling sind seit dem Vormittag Evakuierungen im 300-Meter-Radius im Gange. Auslöser ist eine 250-Kilogramm-Fliegerbombe, die am Bahnhof bei Bauarbeiten entdeckt wurde.

In Plattling (Landkreis Deggendorf) laufen seit dem späten Vormittag Evakuierungen rund um den Bahnhof. Hintergrund ist der Fund einer Fliegerbombe aus dem Zweiten Weltkrieg mit etwa 250 Kilogramm Sprengmasse, die am Abend des 16. September bei Gleisarbeiten am Bahnhof Plattling entdeckt wurde. Nach Angaben der Einsatzleitung begann die Räumung des Sicherheitsbereichs am 17. September gegen 11:30 Uhr; der Evakuierungsradius wurde auf rund 300 Meter festgelegt.

Der Kampfmittelräumdienst ist vor Ort und untersucht Zustand und Zünder der Bombe. Erst auf dieser Basis entscheiden die Fachleute über das weitere Vorgehen – Entschärfung an Ort und Stelle oder kontrollierter Abtransport. Ein genauer Zeitpunkt für die Maßnahme stand zunächst nicht fest. Die Polizei Niederbayern koordiniert den Einsatz mit Unterstützung örtlicher Dienststellen und der Bayerischen Bereitschaftspolizei.

Bewohnerinnen und Bewohner innerhalb des Sperrkreises wurden aufgefordert, ihre Wohnungen zu verlassen und sich in vorbereitete Sammelstellen zu begeben. Nach Angaben des Landratsamt Deggendorf liegt kritische Infrastruktur nicht im unmittelbaren Gefahrenbereich der Maßnahme. Umleitungen für den Individualverkehr wurden eingerichtet. Für den Bahnverkehr in und um Plattling kommt es zu Einschränkungen; Reisende müssen mit Verzögerungen und Ausfällen rechnen.

Zur Aufrechterhaltung von Verbindungen abseits des gesperrten Bereichs wurden Haltepunkte des Schienenersatzverkehrs verlagert. Der Abfahrts- und Ankunftsbereich wurde nach Behördenangaben auf den Parkplatz am Volksfestplatz verlegt. Die Deutsche Bahn informierte ergänzend über kurzfristige Änderungen im Betriebsablauf.

Funde von Weltkriegsmunition sind in Süddeutschland keine Seltenheit, insbesondere bei Erd- und Bauarbeiten. Umfang und Dauer von Absperrungen richten sich nach Größe, Zustand und Lage des Fundstücks. Im Fall Plattling betonen die Behörden, dass alle Schritte dem vorbeugenden Schutz der Bevölkerung dienen. Spezifische Angaben zu der verbauten Sprengstoffart oder zum möglichen Schadensausmaß bleiben dem Ergebnis der technischen Begutachtung vorbehalten.

Aktuelle Hinweise zu Straßensperren, Sammelstellen und zum Fortgang der Arbeiten veröffentlicht das Landratsamt Deggendorf. Die Polizei Niederbayern und die Einsatzleitung bitten die Bevölkerung, Absperrungen strikt zu beachten und den betroffenen Bereich weiträumig zu meiden, bis die Maßnahmen abgeschlossen sind.

Redakteurin: Mira Cadena (Artikel mit KI-Unterstützung).

Quellen