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Ex-Wirtschaftsweiser Feld mahnt mehr künstliche Intelligenz-Investitionen beim Invest-in-Germany-Gipfel

Beim Invest-in-Germany-Gipfel in Berlin fordert Lars P. Feld gezielte Investitionen in industrielle KI und warnt vor überhöhten Erwartungen. Die Bundesregierung wirbt um Kapital für KI, Halbleiter, Energie und Infrastruktur.

Beim Invest-in-Germany-Gipfel in Berlin am 19. Oktober 2026 hat der frühere Wirtschaftsweise Lars P. Feld zu deutlich höheren Investitionen in Künstliche Intelligenz aufgerufen. Deutschland brauche vor allem in der industriellen Anwendung von KI mehr Tempo und Kapital, sagte Feld im Gespräch mit SWR Aktuell. Zugleich warnte er, einzelne Zusagen von Investoren dürften nicht vorschnell als Wende zum Besseren interpretiert werden.

Feld verwies auf die starke industrielle Basis hierzulande. Große, qualitativ hochwertige Datensätze aus der Fertigung machten den Standort attraktiv für industrielle KI. Das Potenzial sei vorhanden, entscheidend seien nun belastbare Projekte und verlässliche Rahmenbedingungen. Offen sei, inwieweit aktuell diskutierte Vorhaben nachhaltig finanziert und umgesetzt werden.

Die Bundesregierung nutzte den Gipfel, um international um Kapital für Vorhaben in Künstlicher Intelligenz, Halbleitern, Energie und Infrastruktur zu werben. In einer Regierungspressekonferenz vom 16. Oktober wurden industrielle KI und der Ausbau dezentraler Rechenkapazitäten als Schwerpunkte benannt. Außerdem verwies die Regierung auf bestehende Förderinstrumente und Gespräche mit Industriepartnern, etwa zur heimischen Chipherstellung.

Unabhängige Wirtschaftsmedien ordnen den Auftritt in Berlin in einen schwierigeren Investitionskontext ein. Nach Handelsblatt-Analysen sind die Gesamtinvestitionen in Deutschland zuletzt rückläufig gewesen. Als zentrale Hebel gelten planbare Energiepreise, schnellere Genehmigungsverfahren und eine verlässliche Regulierung, damit angekündigte Mittel tatsächlich in Produktion, Rechenzentren und Forschung fließen. Ohne diese Bedingungen drohten Absichtserklärungen zu versanden.

Zu trennen sind Fakten und Einschätzungen: Faktisch signalisiert der Gipfel den politischen Willen, privates und ausländisches Kapital für Zukunftsbranchen zu mobilisieren. Konkrete finanzielle Abschlussmeldungen zu Großprojekten lagen bis Redaktionsschluss nicht vor. Einschätzungen von Experten wie Feld heben die industrielle KI als möglichen Wachstumstreiber hervor, verknüpfen dies aber mit Anforderungen an Fachkräfte, Netzinfrastruktur und Energieversorgung. Prognostisch gilt: Sollten diese Voraussetzungen nicht zügig verbessert werden, bleibt der Beitrag der KI zur Wertschöpfung in Deutschland begrenzt.

Für die weitere Entwicklung sind belastbare Projektlisten, Zeitpläne und Finanzierungszusagen entscheidend. Erst wenn Investorenentscheidungen, Standortwahl und regulatorische Freigaben vorliegen, lässt sich die wirtschaftliche Wirkung seriös beurteilen. Bis dahin bleibt der Invest-in-Germany-Gipfel ein Signal – die Umsetzung muss es einlösen.

Redakteur: Daniel Mayer (Artikel mit KI-Unterstützung).

Quellen

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