Kurzmeldung
Nach einer Explosion auf dem Entsorgungszentrum Füllenwaid in Überlingen ermittelt die Polizei und sucht Zeugen. Bei dem Vorfall am 18. September 2026 wurde ein Mitarbeiter schwer verletzt. Nach Angaben des Polizeipräsidiums Ravensburg detonierten in einer Müllumladestation mutmaßlich unerlaubt entsorgte Munitionssignalkörper. Das Gelände wurde abgesperrt, der Verletzte in eine Klinik gebracht. Spezialisten des Landeskriminalamts Baden-Württemberg entschärften anschließend weitere aufgefundene Leuchtkörper und führten eine kontrollierte Sprengung durch, um verbleibende Risiken auszuschließen.
Die Ermittler haben eine Gruppe eingesetzt, die Hinweise sammelt und die Herkunft der Signalmittel klärt. Ob die Gegenstände vorsätzlich oder fahrlässig in den Abfall gelangten, ist offen. Konkrete Verdächtige gibt es laut Polizei nicht. Hinweise von Personen, die rund um den Wertstoffhof am 18. September oder kurz davor Auffälligkeiten beobachtet haben, werden erbeten. Kontaktmöglichkeiten sind in den offiziellen Mitteilungen des Polizeipräsidiums Ravensburg veröffentlicht.
Vor Ort koordinierten Polizei, Landratsamt Bodenseekreis und Feuerwehr die Sicherung des Areals. Der betroffene Bereich blieb mehrere Stunden gesperrt, bis keine unmittelbare Gefahr mehr bestand. Die kontrollierte Sprengung durch den Entschärfer des Landeskriminalamts Baden-Württemberg war laut Behörden notwendig, weil verbliebene Leuchtkörper unberechenbar reagieren konnten.
Der Vorfall lenkt erneut den Blick auf die Entsorgung gefährlicher Stoffe. Fachstellen verweisen darauf, dass Signal- und Leuchtmunition nicht in haushaltsübliche Sammelbehälter gehört. Bereits durch Druck oder Erschütterungen können solche Gegenstände zünden. Zuständige Stellen im Bodenseekreis heben hervor, dass für die Abgabe gefährlicher Altlasten spezielle Regelungen gelten; bei Unsicherheiten sollen Bürgerinnen und Bürger vorab Kontakt mit den Entsorgungsbetrieben aufnehmen.
Zu Haftungsfragen oder möglichen strafrechtlichen Konsequenzen äußern sich die Behörden erst nach Abschluss der Spurensicherung und Auswertung der Hinweise. Die Ermittlungen dauern an. Die Angaben beruhen auf Mitteilungen des Polizeipräsidiums Ravensburg sowie Berichten regionaler Medien vom 18. und 19. September 2026.
Redakteurin: Mira Cadena (Artikel mit KI-Unterstützung).