Die Exzellenzkommission von Wissenschaftsrat und Deutscher Forschungsgemeinschaft will Anfang Oktober über weitere Exzellenzuniversitäten in Deutschland entscheiden. Nach Angaben beider Gremien ist die Auswahl der nächsten Standorte der laufenden Exzellenzstrategie terminiert; die Beschlüsse bilden die Grundlage für Förderzusagen ab dem 1. Januar 2027.
Der aktuelle Anlass knüpft an Entscheidungen vom März 2026 an: Damals bestätigte die Exzellenzkommission bestehende Förderungen für bereits ausgezeichnete Exzellenzuniversitäten und eine größere Zahl von Clustern der Exzellenzstrategie. Nun geht es um zusätzliche Standorte in der Förderlinie Exzellenzuniversitäten. Hierfür hatten sich in den vergangenen Monaten weitere Hochschulen qualifiziert, weil sie die notwendige Zahl bewilligter Exzellenzcluster nachweisen konnten. Die Zahl der möglichen Neuaufnahmen hängt vom Gesamtplafond und vom Ausscheiden einzelner Einrichtungen ab; über konkrete Plätze entscheidet ausschließlich die Exzellenzkommission.
Die Bewerbungs- und Begutachtungsphase zog sich über 2025 und 2026. Die Universitäten legten strategische Konzepte und Selbstbewertungen vor, externe Fachgutachterinnen und Fachgutachter führten Vor-Ort-Besuche durch. Ein zentrales Gutachtergremium bereitete die Entscheidung der Exzellenzkommission vor. Laut Wissenschaftsrat bleibt es dabei: Erst mit der offiziellen Verkündung stehen Gewinner, genaue Förderbeträge und Laufzeiten fest.
Öffentlich bekannt sind mehrere Bewerbungsinitiativen: Dazu zählen Einzelbewerbungen und Verbünde unter anderem der Universität Freiburg, der Universität Hannover, der Universität Jena, der Universität Kiel, der Universität Köln und der Universität Würzburg. Auch die Rhein-Main-Universitäten haben ihr Interesse an einer stärkeren Sichtbarkeit in der Exzellenzstrategie betont. Welche Anträge die Kommission empfiehlt, ist offen; Zuschreibungen aus Hochschulen oder Landespolitik ersetzen keine Entscheidung der Gremien.
Die Folgen sind erheblich: Der Titel Exzellenzuniversität verschafft eine langfristige, mehrjährige Förderung durch Bund und Länder. Er prägt Profilbildung, Berufungsstrategien und Kooperationen mit außeruniversitären Forschungseinrichtungen. Hochschulen, die nicht zum Zug kommen, können ihre Forschungsschwerpunkte in Clustern weiterentwickeln und in künftigen Runden erneut antreten. Für die Hochschullandschaft in Deutschland reicht die Wirkung der anstehenden Beschlüsse bis in die nächste Dekade.
Fakten, Bewertungen und Prognosen sind zu trennen: Fest steht der Terminrahmen der Gremien und die bereits im März 2026 bestätigten Exzellenzuniversitäten. Welche weiteren Standorte in die Förderlinie Exzellenzuniversitäten aufgenommen werden und mit welchen Summen sie rechnen können, wird erst Anfang Oktober verbindlich.
Redakteurin: Mira Cadena (Artikel mit KI-Unterstützung).