Die Rheinhessen-Fachklinik Alzey will die auf ihrem Therapiehof gehaltene Damwild-Herde vollständig abgeben. Nach Angaben der Klinik wird zunächst eine Verlegung in ein geeignetes Gehege geprüft. Das Veterinäramt des Kreises Alzey-Worms bestätigt, dass eine Umsiedlung Vorrang hat; ein Abschuss sei zwar rechtlich möglich, aber weder beschlossen noch terminiert.
Die Klinik verweist auf eine nur noch geringe therapeutische Nutzung der Tiere sowie auf organisatorische und räumliche Gründe. Der Bestand umfasst nach Klinikangaben rund ein Dutzend Tiere. Ziel sei es, die Herde geschlossen und lebend abzugeben. Diese Position wurde von der Trägerorganisation Landeskrankenhaus bekräftigt. Zugleich betont die Klinik, dass sie aktiv nach einem Aufnahmestandort sucht, der eine artgerechte Haltung sicherstellt.
Tierschutzgruppen äußern die Sorge, die Tiere könnten geschossen werden. Das Veterinäramt stellt dazu klar, dass die Entscheidung bei der Klinik liege, Behörden aber die rechtlichen Rahmenbedingungen überwachen. Eine behördliche Festlegung auf einen Abschusstermin gebe es nicht. Voraussetzung für eine Verlegung sind unter anderem ein geeignetes Gehege, fachgerechter Transport und die Erfüllung seuchenhygienischer Anforderungen.
Die Debatte berührt Grundsatzfragen tiergestützter Angebote in Kliniken. Solche Haltungen verursachen laufende Kosten für Futter, Pflege und veterinärmedizinische Betreuung und erfordern ausreichend Fläche sowie sichere Einzäunungen. In Alzey gehört der Therapiehof seit Jahren zum Angebot; neben dem Damwild werden dort auch andere Haustierarten gehalten. Welche Folgen die Abgabe konkret für Patientinnen und Patienten hat, hängt vom weiteren Vorgehen ab: Eine lebende Umsiedlung könnte Teile des tiergestützten Angebots erhalten, während ein Abschuss das Damwild-Angebot beenden und Proteste verstärken würde.
Faktenlage und Zuständigkeiten sind klar zu trennen: Die Absicht der Klinik, das Damwild abzugeben, ist bestätigt. Die Prüfung alternativer Standorte läuft. Das Veterinäramt begleitet das Verfahren, ohne eine Tötung anzuordnen. Prognosen über einen Zeitplan sind derzeit nicht belastbar; entscheidend ist die erfolgreiche Suche nach einem geeigneten Aufnahmestandort und die behördliche Genehmigung der notwendigen Schritte.
Die Informationen beruhen auf übereinstimmenden Angaben der Rheinhessen-Fachklinik Alzey und ihres Trägers Landeskrankenhaus sowie auf der Berichterstattung des Südwestrundfunks. Der Bezug ist regional in Rheinland-Pfalz, örtlich in Alzey und dem Kreis Alzey-Worms verankert.
Redakteurin: Mira Cadena (Artikel mit KI-Unterstützung).