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Falscher Zughalt verursacht Kurzschluss – Münchner Stammstrecke stundenlang gesperrt

Ein unzulässiger Halt einer S-Bahn zwischen Pasing und Laim löste am 15. September 2026 einen Kurzschluss in der Oberleitung aus und legte die Münchner Stammstrecke für mehrere Stunden lahm.

Ein Kurzschluss in der Oberleitung hat am 15. September 2026 die S-Bahn-Stammstrecke in München zwischen Pasing und Laim für mehrere Stunden außer Betrieb gesetzt. Nach Angaben der Deutschen Bahn kam es zu dem Schaden, weil eine S-Bahn an einer nicht vorgesehenen Stelle zum Halt kam. Dabei wurden Bauteile im Bereich der Fahrleitung in Mitleidenschaft gezogen, was den Stromfluss unterbrach und den Verkehr auf der zentralen Tunnelstrecke lahmlegte.

Die Folge waren große Einschränkungen im Berufs- und Schülerverkehr am ersten Schultag nach den Sommerferien. Züge blieben im betroffenen Abschnitt stehen und mussten zunächst in sichere, wieder mit Strom versorgte Bereiche geschleppt werden. S-Bahn München und Deutsche Bahn empfahlen Fahrgästen, auf Regionalzüge, U-Bahn und Tram auszuweichen. Verspätungen und Ausfälle betrafen zahlreiche Linien, die üblicherweise die Stammstrecke nutzen.

Techniker von DB Energie sicherten die beschädigte Oberleitung und nahmen Reparaturen vor. Erst nachdem die Strecke spannungsfrei gemeldet, die Schadstelle freigelegt und die Leitungsanlage instandgesetzt war, konnte der Betrieb schrittweise hochgefahren werden. Die Stammstrecke wurde im Laufe des Tages wieder freigegeben.

Zur genauen Ursache äußerte sich die Deutsche Bahn zurückhaltend. Der fehlerhafte Zughalt gilt als Auslöser des Kurzschlusses, doch blieb offen, ob ein technischer Defekt, ein Bedienfehler oder eine betriebliche Anweisung im Einzelfall entscheidend war. Interne Untersuchungen wurden eingeleitet, um Abläufe und Zuständigkeiten zu klären und mögliche Folgerungen für Arbeitsanweisungen und die Zugabfertigung zu ziehen. Der Bayerischer Rundfunk berichtete, dass nähere technische Details zur Art der Beschädigung zunächst nicht veröffentlicht wurden.

Ein Oberleitungsschaden hat unmittelbare Auswirkungen auf den elektrischen Bahnbetrieb: Fällt die Stromzufuhr aus, sind Triebfahrzeuge im betroffenen Abschnitt nicht mehr fahrbereit. Standardisierte Sicherheitsprozeduren sehen dann vor, betroffene Züge aus der stromlosen Zone zu schleppen, die Anlage zu erden und zu prüfen sowie die Reparatur durch Fachkräfte vorzunehmen. Erst nach Abschluss dieser Schritte und einer Freigabe kann der Verkehr wieder aufgenommen werden.

Die Bahn kündigte an, die Ursachenanalyse zügig abzuschließen. Für die vielen Pendler in München bleibt die Stammstrecke ein unverzichtbarer Korridor; Störungen wirken sich schnell netzweit aus. Die Deutsche Bahn betonte, man arbeite daran, vergleichbare Vorfälle zu verhindern und die Betriebsstabilität zu erhöhen.

Redakteurin: Mira Cadena (Artikel mit KI-Unterstützung).

Quellen

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