Wirtschaft

Fed lässt Leitzins am 28. Oktober 2026 unverändert – Entscheidung vor Midterms der Vereinigten Staaten

Die US-Notenbank Federal Reserve hielt am 28. Oktober 2026 den Zielbereich für den Federal Funds Rate bei 3,75 bis 4,00 Prozent. Die Entscheidung erfolgte mit 10 zu 2 Stimmen; zwei Mitglieder stimmten für eine…

Die Federal Reserve hat am 28. Oktober 2026 den Zielbereich für den Federal Funds Rate bei 3,75 bis 4,00 Prozent unverändert gelassen. Das teilte der Fed-Ausschuss für geldpolitische Maßnahmen (FOMC) nach seiner zweitägigen Sitzung in Washington mit; die Entscheidung fiel mit 10 zu 2 Stimmen, zwei Mitglieder votierten für eine Anhebung um 0,25 Prozentpunkte. ([federalreserve.gov](https://www.federalreserve.gov/newsevents/pressreleases/monetary20261028a.htm?utm_source=openai))

In der beschlossenen Erklärung heißt es, die Inflation bleibe „erhöht“ und die Kommission werde die „Akkumulation weiterer Informationen“ abwarten, um den künftigen geldpolitischen Kurs zu bestimmen. Die Fed nennt damit das bevorstehende Zusammentreffen wirtschaftlicher Daten und legt nahe, dass weitere Maßnahmen von der Entwicklung der Inflation abhängen. ([federalreserve.gov](https://www.federalreserve.gov/newsevents/pressreleases/monetary20261028a.htm?utm_source=openai))

Marktbeobachter hatten zuvor damit gerechnet, dass die Notenbank angesichts der unmittelbar bevorstehenden US-Zwischenwahlen (Midterms) und der noch hohen Inflationsraten eine Pause einlegen könnte; die Entscheidung bestätigte diese Erwartung und führte zu kurzfristigen Ausschlägen an den Anleihemärkten. Nachrichtenagenturen berichteten, dass nach Bekanntwerden der Entscheidung insbesondere die Renditen kurzzeitig schwankten, während die Aktienmärkte eher stabil blieben. ([investing.com](https://www.investing.com/news/economy-news/fed-holds-rates-steady-as-it-awaits-accumulation-of-more-information-4980411?utm_source=openai))

Zwei stimmberechtigte Mitglieder — darunter Gouverneurin Lisa Cook — stimmten gegen die Entscheidung und befürworteten eine Erhöhung um 25 Basispunkte. Beobachter führten die abweichende Stimmenanteile auf unterschiedliche Bewertungen des Inflationsrisikos zurück. Die Fed hatte zuletzt Mitte September 2026 den Leitzins angehoben; die heutige Entscheidung setzt damit vorerst ein Ausrufezeichen für Geduld in der Geldpolitik. ([marketscreener.com](https://www.marketscreener.com/news/fed-holds-rates-steady-as-it-awaits-accumulation-of-more-information-ce785cd2d08fff20?utm_source=openai))

Für Deutschland und die Eurozone ist die unmittelbare direkte Wirkung begrenzt, weil die Europäische Zentralbank die geldpolitische Linie unabhängig festlegt. Dennoch können Entscheidungen der Fed über den US-Dollar, globale Kapitalflüsse und die Risikoprämien an den internationalen Anleihemärkten wirken, was mittelbar Wechselkurse, Exportpreise und Finanzierungsbedingungen deutscher Unternehmen beeinflussen kann. Konkrete Folgen für die Europäische Zentralbank hängen von eigenen Inflationsdaten und der wirtschaftlichen Lage in der Eurozone ab. ([investing.com](https://www.investing.com/news/economy-news/fed-holds-rates-steady-as-it-awaits-accumulation-of-more-information-4980411?utm_source=openai))

Die Fed benennt ihren weiteren Fahrplan nicht verbindlich; sie betont, dass die „Akkumulation weiterer Informationen“ zur Inflationsentwicklung die Grundlage künftiger Entscheidungen bilde. Das FOMC trifft sich planmäßig erneut im Dezember, wo über die nächste Anpassung der Zinspolitik entschieden werden kann. ([federalreserve.gov](https://www.federalreserve.gov/newsevents/pressreleases/monetary20261028a.htm?utm_source=openai))

Redakteur: Phillipe Schmidt-Araguin (Artikel mit KI-Unterstützung).

Quellen

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