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Fehlerhafte Klemme löste Stromausfall an Schleswig-Holsteins Westküste aus

Zehn Tage nach der Großstörung nennen SH Netz und HanseWerk im Landtag eine falsch angebrachte Klemme als wahrscheinlichen Auslöser. Bis zu 40.000 Haushalte waren betroffen, die Untersuchungen laufen weiter.

Zehn Tage nach der großflächigen Stromstörung an der Westküste hat SH Netz im Landtag von Schleswig-Holstein eine fehlerhaft montierte Klemme als wahrscheinlichen Auslöser benannt. Nach Angaben des Unternehmens und der HanseWerk‑Gruppe führte der Montagefehler am 18. Oktober 2026 zu einem Netzfehler, der sich im 110‑Kilovolt‑Hochspannungsnetz fortpflanzte und eine Kettenreaktion mit automatischen Schutzabschaltungen auslöste. Zeitweise waren bis zu 40.000 Haushalte ohne Strom.

Betroffen waren Teile der Kreise Dithmarschen, Nordfriesland, Schleswig-Flensburg, Steinburg und Rendsburg-Eckernförde. Die Versorgung sei am selben Tag schrittweise wiederhergestellt worden, der Großteil der Kunden am späten Nachmittag, erklärten die Betreiber. Konkrete und geprüfte Schadenssummen liegen den Behörden nach aktuellem Stand nicht vor; kommunale Stellen berichten jedoch von Sachschäden und wirtschaftlichen Beeinträchtigungen, die nun bewertet werden.

SH Netz und HanseWerk betonten im Landtag, es handele sich um einen vorläufigen Erkenntnisstand. Neben der falsch angebrachten Klemme habe ein Zusammenwirken mehrerer technischer Umstände die Auswirkungen der Störung verstärkt. Welche Komponenten und Schutzeinstellungen im Einzelnen beteiligt waren, werde derzeit untersucht. Rückschlüsse auf personelle Verantwortlichkeiten oder rechtliche Konsequenzen wollten die Unternehmen mit Blick auf das laufende Verfahren noch nicht ziehen.

Der Vorfall hat in der Region eine Debatte über Netzstabilität, Wartungspraxis und Meldewege ausgelöst. Fachpolitiker forderten eine lückenlose Aufklärung, insbesondere zu Installations- und Prüfprozessen an kritischen Anlagen sowie zur Abstimmung zwischen Netzbetreibern und Behörden in Störfällen. Im Landtag wurden zudem Fragen nach der Redundanz in der regionalen Struktur des Hochspannungsnetzes und nach möglichen Engstellen gestellt.

Die Betreiber kündigten an, aus den bisherigen Befunden kurzfristige Maßnahmen zur Risikominderung abzuleiten. Dazu zählen nach ihrer Darstellung zusätzliche Kontrollen an vergleichbaren Verbindungspunkten, eine Überprüfung der internen Qualitäts- und Abnahmeverfahren sowie eine Auswertung der Melde- und Informationsketten. Details zu technischen oder organisatorischen Änderungen sollen in weiteren Berichten folgen, sobald die Analyse abgeschlossen ist.

Für Verbraucherinnen und Verbraucher an der Westküste steht nach der Störung die Versorgung wieder stabil. Die Landesverwaltung begleitet die Aufarbeitung und bereitet nach eigenen Angaben einen Bericht mit den Ergebnissen der behördlichen Prüfungen vor. Der Termin für die Vorlage im Landtag hängt vom Fortgang der Untersuchungen ab.

Redakteurin: Mira Cadena (Artikel mit KI-Unterstützung).

Quellen

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