Der Norddeutsche Rundfunk hat den Tod der früheren Fernsehansagerin Hanni Vanhaiden bestätigt. Sie starb am 11. Oktober 2026 in Hamburg im Alter von 88 Jahren. Über die Todesumstände wurden keine Angaben gemacht. Mehrere Medien veröffentlichten am 25. Oktober Nachrufe und Hinweise des Senders. Öffentliche Gedenktermine sind bislang nicht angekündigt.
Vanhaiden prägte über Jahrzehnte das Erscheinungsbild des Norddeutschen Rundfunks (NDR) im Fernsehen. Ab den späten 1960er-Jahren führte sie das Publikum als Ansagerin durch den Abend, später moderierte sie Formate und Sondersendungen. Ihre markante Brille mit großen Gläsern wurde in den 1970er- und 1980er-Jahren zu einem weithin bekannten Wiedererkennungsmerkmal. Kolleginnen und Kollegen würdigten sie als verlässliche und präsente Stimme des Hauses, die vielen Zuschauerinnen und Zuschauern über Jahre vertraut war.
Vor ihrem Wechsel vor die Kamera war Vanhaiden an der Hamburgische Staatsoper im Ballett engagiert. Aus der Bühnenarbeit führte ihr Weg in die Studios des Rundfunks und Fernsehens. Neben ihren Ansagen trat sie in Kinder- und Unterhaltungssendungen auf, darunter in Produktionen wie Emm wie Meikel. Daneben arbeitete sie zeitweise als Sprecherin in Hörspiel- und Fernsehproduktionen. Ihre Karriere verlief damit exemplarisch für ein Berufsbild, das das lineare Fernsehen dieser Zeit prägte und seither weitgehend verschwunden ist.
Der klassische Ansagedienst wurde beim Norddeutschen Rundfunk im Laufe der 2000er-Jahre schrittweise eingestellt. Vanhaiden blieb gleichwohl in der Erinnerung vieler Menschen im Norden präsent. In Nachrufen heben Medien ihre Rolle als prägende Figur der regionalen Fernsehunterhaltung des späten 20. Jahrhunderts hervor. Der Sender verweist zudem darauf, dass Vanhaiden maßgeblich dazu beitrug, dem NDR Fernsehen im eigenen Sendegebiet ein wiedererkennbares Gesicht zu geben.
Der Tod Vanhaidens ist für den öffentlich-rechtlichen Rundfunk im Norden auch ein Anlass, an eine Fernsehform zu erinnern, in der Ansagerinnen und Ansager mit persönlicher Anrede, Programmtipps und Übergängen den Abend strukturierten. Heute übernehmen Trailer, Programmhinweise und Moderationen der Redaktionen diese Aufgaben. Die Würdigungen machen deutlich, dass Vanhaidens Auftritte für viele am Beginn des Fernsehabends standen und das Bild einer Ära des deutschen Fernsehens mitgeprägt haben.
Der Norddeutsche Rundfunk bat darum, die Privatsphäre der Angehörigen zu respektieren. Weitere Informationen will der Sender zu gegebener Zeit veröffentlichen.
Redakteurin: Mira Cadena (Artikel mit KI-Unterstützung).