Kurzmeldung
Am Flughafen München gelten an den Kontrollspuren, die bereits mit moderner Computertomografie‑(CT)‑Scannertechnik ausgestattet sind, geänderte Regeln für Flüssigkeiten im Handgepäck. Die Flughafen München GmbH weist darauf hin, dass an diesen speziell umrüsteten Spuren Flüssigkeiten nun in Einzelbehältern mit einem Fassungsvermögen von bis zu zwei Litern mitgeführt werden dürfen. Diese Erleichterung gilt nur dort, wo die geprüfte CT‑Prüfgerätetechnik tatsächlich im Einsatz ist; an konventionellen Kontrollspuren in den Terminals bleibt die bislang gültige Beschränkung auf Behälter mit maximal 100 Milliliter und eine Gesamtmenge von einem Liter in einem durchsichtigen, wiederverschließbaren Beutel bestehen. Die Änderungen dienen dem Reisekomfort und sollen Abläufe beschleunigen, erläutert die Betreiberin zugleich in ihren Informationsseiten.
Hintergrund ist eine europäische Vorgabe: Die Kommission hat mit der Durchführungsverordnung (EU) 2024/2108 neue Prüfgeräte und Verfahren für die Sicherheitskontrolle von Flüssigkeiten, Aerosolen und Gelen zugelassen. Die Verordnung ermöglicht Flughäfen, an denen die vorgeschriebene CT‑Ausrüstung zertifiziert und betriebsbereit ist, die bisherigen mengenmäßigen Beschränkungen für Handgepäckflüssigkeiten auf den betreffenden Kontrollspuren aufzuheben. Rechtlich verbindlich bleiben aber die zuständigen Vollzugsbehörden: Für die konkrete Überwachung und Einhaltung der Sicherheitsregeln sind in Deutschland unter anderem die Bundespolizei und die zuständigen Luftsicherheitsbehörden verantwortlich.
Praktisch bedeutet das für Reisende: Vor Abflug die Hinweise des Flughafens und der Fluggesellschaft prüfen, da an manchen Spuren in den Terminals weiterhin die 100‑Milliliter‑Regel gilt – insbesondere bei Anschlussflügen in Länder mit abweichenden Sicherheitsanforderungen. Die Flughafenbetreiberin plant, die Umrüstung auf CT‑Scanner in beiden Terminals schrittweise auszuweiten; bereits eingerichtete, zentrale Kontrollspuren sollen mehr Komfort bieten, weil elektronische Geräte und Flüssigkeiten im Handgepäck verbleiben können.
Redakteurin: Mira Cadena (Artikel mit KI-Unterstützung).