In Ratzeburg ist am Mittwoch, 9. September 2026, eine Frau in einem Supermarkt an der Bahnhofsallee tödlich verletzt worden. Nach Angaben der Polizeidirektion Lübeck und der Staatsanwaltschaft Lübeck ereignete sich die Tat am Nachmittag. Die Behörden sprechen von einer Gewalttat mit einer Stichwaffe und ermitteln wegen eines Tötungsdelikts. Ein 44-jähriger Mann steht als Tatverdächtiger im Fokus. Er erlitt schwere Verletzungen und wurde in das Universitätsklinikum Schleswig-Holstein nach Lübeck gebracht. Nach derzeitiger Bewertung bestand keine Gefahr für die Öffentlichkeit.
Die Mordkommission der Bezirkskriminalinspektion hat die Ermittlungen übernommen. Der Bereich um den Supermarkt wurde weiträumig abgesperrt, Spurensicherung und Zeugenvernehmungen laufen. Über das Verhältnis zwischen mutmaßlichem Täter und Opfer, ein mögliches Motiv oder den genauen Ablauf liegen bislang keine bestätigten Erkenntnisse vor. Die Behörden machten zunächst keine Angaben zur Identität der Getöteten.
Mehrere Medien berichten übereinstimmend von einem Messerangriff und nennen den Tatzeitraum am späten Nachmittag; teils ist von rund 15:35 bis 15:50 Uhr die Rede. Zeugenschilderungen zufolge sollen sich etwa 20 Personen im Markt aufgehalten haben. Auch Hinweise, wonach zwei Männer versucht hätten, den Angreifer zu überwältigen, kursieren in regionalen Berichten. Diese Darstellungen sind Gegenstand der laufenden Ermittlungen und wurden von den Behörden nicht abschließend bestätigt. Nach Medienangaben handelt es sich bei dem Markt um eine Filiale von Lidl; die offizielle Mitteilung der Polizei nennt ausschließlich einen Supermarkt an der Bahnhofsallee.
Im Mittelpunkt der nächsten Schritte stehen kriminaltechnische Untersuchungen am Tatort, die Auswertung von Videoaufnahmen, falls vorhanden, sowie weitere Zeugenaussagen. Zudem dürften ärztliche Befunde zum Gesundheitszustand des 44-jähriger Mann eine Rolle für den Fortgang des Verfahrens spielen. Die Staatsanwaltschaft Lübeck führt das Verfahren und wird – je nach Ermittlungslage – über mögliche weitere Maßnahmen entscheiden.
Die Polizeidirektion Lübeck bittet Zeuginnen und Zeugen, sachdienliche Hinweise zu geben. Zum Schutz des Ermittlungsstandes und der Persönlichkeitsrechte von Betroffenen veröffentlichten die Behörden bislang keine Details zur Identität der Frau oder zu Hintergründen der Tat. Sobald belastbare Erkenntnisse vorliegen, wollen Staatsanwaltschaft Lübeck und Polizei informieren.
Redakteurin: Mira Cadena (Artikel mit KI-Unterstützung).