Die Rostocker Sängerin Frida Nora hat am 17. Oktober 2026 den Hauptpreis des Landespopfestivals Mecklenburg-Vorpommern in Greifswald gewonnen. Im Kulturzentrum Straze zeichnete die Fachjury sie mit 1.000 Euro und der Teilnahme am Bundeswettbewerb Local Heroes aus. In ihrer Begründung hob sie die enge Verbindung zwischen Künstlerin und Publikum sowie die stringente Liedinterpretation hervor.
Den Publikumspreis sicherte sich die Punkband Pornobalken aus Goldberg im Landkreis Ludwigslust-Parchim. Laut Veranstalter umfasst die Auszeichnung eine Studioproduktion im Wert von 500 Euro in einem Rostocker Tonstudio. Als Medienpartner vergab der Norddeutsche Rundfunk (NDR) zudem einen Sonderpreis: Der Singer-Songwriter Kaddatz aus Wismar wurde für ein Funkhauskonzert im NDR-Landesfunkhaus Schwerin ausgewählt. Der Auftritt ist für 2027 angekündigt.
Sechs Finalacts traten in Greifswald an, insgesamt hatten sich 37 Nachwuchsprojekte beworben. Eine NDR-Wildcard ging per Onlinevoting an die Band Nine Parts Milk, die damit einen der Finalplätze erhielt. Das Festivalformat kombiniert Juryentscheid und Publikumsstimmen und versteht sich als Bühne für Pop, Rock, Rap, Singer-Songwriter und elektronische Musik.
Erstmals fand das Landespopfestival in der Greifswalder Straze statt. Zuvor war die Veranstaltung über drei Jahrzehnte überwiegend in Rostock beheimatet. Veranstalter ist der Landesverband für Populäre Musik und Kreativwirtschaft Mecklenburg-Vorpommern (PopKW) in Kooperation mit regionalen Partnern. Der Wettbewerb dient seit mehr als 30 Jahren als Vernetzungsplattform, die Preisgelder, Studiozeiten und Auftrittsmöglichkeiten mit dem Zugang zu überregionalen Formaten wie Local Heroes verbindet. Medienpartnerschaften wie die mit dem NDR erleichtern zudem Folgeauftritte und öffentliche Sichtbarkeit.
Aus dem diesjährigen Ergebnis lassen sich Trends, aber keine gesicherten Karriereverläufe ableiten. Fest steht: Frida Nora erhält einen Platz im Bundesfinale von Local Heroes, und Kaddatz ist für ein Funkhauskonzert beim NDR in Schwerin vorgesehen. Der Umzug nach Greifswald markiert zugleich eine stärkere räumliche Diversifizierung der Pop-Nachwuchsszene in Mecklenburg-Vorpommern, ohne die enge Anbindung an Rostock zu kappen.
Die Angaben basieren auf Mitteilungen der Veranstalter und des NDR vom 17. und 18. Oktober 2026. Sie betreffen ausschließlich das Landespopfestival Mecklenburg-Vorpommern und dessen aktuelle Preisträgerinnen und Preisträger in Greifswald.
Redakteurin: Mira Cadena (Artikel mit KI-Unterstützung).