Hamburg

Galeria meldet erneut Insolvenz an – drei Hamburger Filialen bangen

Die Warenhauskette hat am 2. Oktober 2026 beim Amtsgericht Düsseldorf Insolvenz beantragt. In Hamburg sind die Häuser in der Mönckebergstraße, im Alstertal und in Harburg betroffen.

Die Warenhauskette Galeria hat am 2. Oktober 2026 beim Amtsgericht Düsseldorf erneut Insolvenz beantragt. Der Konzern erklärte, der Betrieb in den verbliebenen 83 Filialen solle vorerst weiterlaufen. Konkrete Zusagen zur Sicherung von Arbeitsplätzen gibt es nicht. Es ist die vierte Insolvenz seit 2020.

In Hamburg betrifft die Entwicklung die drei Standorte in der Mönckebergstraße, im Alstertal-Einkaufszentrum und in Harburg. Nach Angaben des örtlichen Betriebsrats arbeiten dort zusammen rund 400 Beschäftigte. Der Betriebsrat zeigte sich fassungslos über den erneuten Schritt und verwies darauf, dass in den vergangenen Jahren mehrfach Sanierungs- und Fortführungspläne umgesetzt worden seien, ohne die Lage nachhaltig zu stabilisieren.

Bundesweit beschäftigt Galeria nach jüngsten Unternehmensangaben etwa 12.000 Menschen. Bereits im Juli 2026 stand das Filialnetz erneut auf dem Prüfstand, damals wurden 33 Häuser zur Überprüfung des Fortbestands benannt. Nach Einschätzung von Branchenbeobachtern lasten auf dem Unternehmen seit Jahren sinkende Umsätze im stationären Geschäft, hohe Fixkosten – insbesondere Mieten – sowie Versäumnisse bei Sortiment und Digitalisierung. Diese Einschätzungen sind nicht vom Unternehmen bestätigt, prägen aber die öffentliche Debatte.

Zur Eigentümerstruktur heißt es in Medienberichten, seit 2024 führten die US-Investmentgesellschaft NRDC und der deutsche Unternehmer Bernd Beetz das Unternehmen. Galeria erklärte zum neuen Antrag, das Verfahren solle einen rechtlichen Rahmen schaffen, um die Lage zu ordnen, den Betrieb zu stabilisieren und Grundlagen für eine tragfähige Zukunft zu legen. Welche gerichtlichen Entscheidungen und Sanierungsschritte folgen, ist offen.

Für Hamburg verschärft sich damit der Druck auf zentrale Einzelhandelslagen, die sich ohnehin im Strukturwandel befinden. Mögliche Schließungen träfen nicht nur Arbeitsplätze, sondern auch die Nutzung großer Flächen in Schlüsselstandorten der Innenstadt und der Bezirke. Kommunale Stellen, Vermieter und Lieferanten bereiten sich nach eigenen Angaben auf Gespräche und Prüfungen in den kommenden Tagen vor. Entscheidungen über konkrete Filialschließungen oder einen Erhalt der Standorte liegen bislang nicht vor.

Die Angaben beruhen auf Mitteilungen des Unternehmens sowie übereinstimmenden Berichten überregionaler Medien und der dpa vom 2. Oktober 2026. Das Amtsgericht Düsseldorf hat das Verfahren eröffnet oder über weitere Schritte bislang nicht öffentlich entschieden.

Redakteurin: Mira Cadena (Artikel mit KI-Unterstützung).

Quellen

Ende des Artikels

Anzeige

Aus dem PHOTRA-Netzwerk