Auf der A3 zwischen den Anschlussstellen Erlangen-West und Höchstadt-Ost hat am 26. Oktober 2026 gegen 5.30 Uhr eine 54-jährige Autofahrerin gewendet und ist anschließend mehrere Kilometer entgegen der Fahrtrichtung gefahren. Nach Angaben der Polizei kam es in der Folge zu einem schweren Unfall mit mehreren beteiligten Fahrzeugen; ein Gefahrguttransporter geriet ins Schleudern und prallte gegen die Mittelleitplanke. Die Fahrtrichtung Würzburg wurde für die Bergungs- und Ermittlungsarbeiten stundenlang voll gesperrt.
Der Wendung vorausgegangen war demnach ein Rückstau nach einem Auffahrunfall an einer Pannenstelle. Am Stauende soll die Fahrerin gewendet haben, um den wartenden Verkehr zu umfahren. Eine herbeieilende Streifenbesatzung der Polizei musste einem drohenden Frontalzusammenstoß mit dem entgegenkommenden Pkw ausweichen. Bei den Folgeunfällen wurden mehrere Menschen verletzt. Über genaue Zahlen und Verletzungsschwere lagen der Polizei zunächst unterschiedliche Angaben aus Zeugen- und Medienberichten vor; der Rettungsdienst versorgte Betroffene an der Unfallstelle und brachte Verletzte in umliegende Kliniken.
Die Verkehrspolizei Erlangen sicherte Spuren, befragte Zeugen und leitete Ermittlungen wegen des Verdachts der Gefährdung des Straßenverkehrs ein. Angaben zur Schadenshöhe sowie zur genauen Ladung des Gefahrguttransporters lagen am Montagvormittag weiterhin nicht vor. Die Feuerwehr unterstützte bei der Absicherung der Unfallstelle und bei der technischen Hilfeleistung. Für die Dauer der Vollsperrung in Richtung Würzburg kam es zu erheblichen Behinderungen im Frühverkehr; der Verkehr wurde zeitweise an Anschlussstellen abgeleitet.
Die Polizei verweist darauf, dass Wenden auf der Fahrbahn und Fahren entgegen der Fahrtrichtung auf Autobahnen strikt verboten sind und regelmäßig schwere Unfälle nach sich ziehen. Besonders an Stauenden sei erhöhte Aufmerksamkeit erforderlich; empfohlen wird, aufmerksam zu fahren, ausreichend Abstand zu halten und die Rettungsgasse frühzeitig zu bilden. Welche straf- oder bußgeldrechtlichen Folgen der Vorfall für die 54-jährige Fahrerin haben wird, ist Gegenstand der laufenden Ermittlungen.
Der Unfall ereignete sich im Bereich Mittelfranken auf der stark befahrenen Bundesautobahn 3. Die A3 ist an dieser Stelle zwischen dem Kreuz Fürth/Erlangen und dem Dreieck Fürth/Erlangen Teil einer zentralen Ost-West-Achse; Baustellen- und Pendlerverkehr führen dort regelmäßig zu dichter Verkehrslage. Der aktuelle Vorfall verdeutlicht die besonderen Risiken von Falschfahrten, die immer wieder kurzfristige Vollsperrungen und großangelegte Rettungseinsätze nach sich ziehen.
Redakteurin: Mira Cadena (Artikel mit KI-Unterstützung).