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Gemeindebund drängt auf Investitionen in ländlichen Raum gegen Wohnungsnot

Der Deutsche Städte- und Gemeindebund fordert angesichts hoher Mieten in Ballungsräumen eine gezielte Stärkung des ländlichen Raums und ruft Bund und Länder zu Investitionen in Verkehr, Digitalisierung und Wohnungsbestand auf.

Der Deutsche Städte- und Gemeindebund fordert angesichts der anhaltenden Wohnungsknappheit in den Ballungsräumen eine stärkere Ausrichtung der Wohnungs- und Infrastrukturpolitik auf den ländlichen Raum. Der Verband verwies im Deutschlandfunk auf hohe Mieten in Metropolregionen und zugleich ungenutzte Potenziale außerhalb der Großstädte. Ziel sei es, Wohnen jenseits der Verdichtungsräume wieder attraktiv und alltagstauglich zu machen.

Kernpunkte der Forderungen sind eine bessere Verkehrsanbindung, der gezielte Ausbau der digitalen Infrastruktur und die Mobilisierung von Bauland sowie Beständen. Konkret dringt der Verband darauf, bestehende Leerstände im ländlichen Bestand stärker zu aktivieren und Umbauten sowie Sanierungen finanziell zu erleichtern. Zugleich müssten Pendelverkehre verlässlich organisiert werden: Dichtere Takte im ÖPNV, mehr Schienenverkehr und verknüpfte Angebote im Regionalverkehr sollen dafür sorgen, dass der Wohnort auf dem Land mit Arbeitsplätzen in den Städten vereinbar bleibt.

Der Verband knüpft daran die Erwartung, dass Bund und Länder Förderinstrumente neu zuschneiden. Neben direkten Wohnungsprogrammen gehe es um Planungs- und Genehmigungsbeschleunigung, die Reaktivierung bestehender Förderrahmen im ländlichen Raum und Anreize für die Umnutzung älterer Gebäude. Vorgeschlagen werden unter anderem kommunale Investitionszuschüsse, eine vereinfachte Mobilisierung von Bauland und die gezielte Unterstützung für Infrastrukturprojekte, die Wohnen und Arbeiten besser verbinden.

Die finanzielle Lage vieler Kommunen erschwert die Umsetzung. 2026 berichten Verbände von anhaltendem Druck auf die Kommunalfinanzen, was Investitionen in Bau- und Verkehrsvorhaben bremst. Der Deutsche Städte- und Gemeindebund betont daher, dass ohne zusätzliche Mittel aus übergeordneten Ebenen zentrale Projekte im ländlichen Raum nicht im nötigen Umfang realisiert werden können. Gefordert sind planbare Budgets und klare Prioritäten, damit Vorhaben nicht an engen Haushalten scheitern.

Der Handlungsbedarf ist nach Einschätzung des Verbandes strukturell: Ohne verlässliche Anbindung, digitale Netze und bezahlbaren Bestand werde sich die Abwanderung in teure Zentren fortsetzen. Konkrete neue Beschlüsse von Bund oder Ländern zu den jetzt unterbreiteten Vorschlägen lagen zum Zeitpunkt der Äußerungen nicht vor. Der Deutsche Städte- und Gemeindebund sieht jedoch die Chance, mit koordinierten Maßnahmen von Wohnungsbau, Infrastruktur und kommunaler Förderung die Anziehungskraft des ländlichen Raums zu erhöhen und damit den Druck auf die Ballungsräume zu mindern.

Redakteurin: Mira Cadena (Artikel mit KI-Unterstützung).

Quellen

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