Aktuell

Getu Abraham will 2027 Oberbürgermeister von Leipzig werden

Der Leipziger Hochschulprofessor und Stadtrat Getu Abraham hat seine parteilose Kandidatur für die Oberbürgermeisterwahl 2027 bekanntgegeben.

Der Tierarzt und Hochschulprofessor Getu Abraham hat am 21. September 2026 seine Kandidatur für die Leipziger Oberbürgermeisterwahl 2027 erklärt. Er will als parteiunabhängiger Bewerber antreten. Zur Begründung verweist Abraham auf einen sachorientierten Kurs und evidenzbasierte Entscheidungen im Rathaus.

Abraham, Jahrgang 1968, lehrt an der Veterinärmedizinischen Fakultät der Universität Leipzig und gehört dem Leipziger Stadtrat an. Er war zuvor Parteimitglied und hatte sich im Rat der CDU-Fraktion angeschlossen, diese Verbindung jedoch wieder gelöst. Seither arbeitet er als freier Stadtrat. In seiner Mitteilung betonte er, er wolle von der Sache her argumentieren und Vorhaben nach ihrem konkreten Nutzen für die Stadt bewerten.

Die Oberbürgermeisterwahl in Leipzig wird für das erste Quartal 2027 erwartet; der genaue Termin wird durch Stadtverwaltung und Wahlausschuss festgelegt. Amtsinhaber Burkhard Jung (SPD) hat angekündigt, nicht erneut zu kandidieren; seine Amtszeit endet 2027. Damit zeichnet sich ein breites Bewerberfeld ab. Die CDU hat Michael Weickert als Kandidaten nominiert. Weitere Persönlichkeiten aus Stadtgesellschaft und Wirtschaft haben Absichten bekundet oder werden als mögliche Bewerber gehandelt.

Politisch fügt sich Abrahams Antritt in eine Lage, in der feste Mehrheiten im Rathaus nicht selbstverständlich sind. Beobachter verweisen darauf, dass sein Profil aus Hochschulerfahrung und kommunalpolitischer Praxis sowohl bürgerliche als auch parteiunabhängige Wähler ansprechen könnte. Welche Wirkung dies im Wahlkampf entfaltet, hängt maßgeblich von der Zahl der letztlich antretenden Kandidaturen und möglichen Bündnissen ab.

Formal muss Abraham, wie andere parteiunabhängige Bewerber auch, Unterstützungsunterschriften beibringen. Zudem bleibt offen, ob sich im Verlauf des Wahlkampfs Kooperationen mit Initiativen oder Ratsgruppen bilden. In einem zersplitterten Bewerberfeld ist eine Stichwahl wahrscheinlich; sie könnte die strategische Ausrichtung der Wahlkämpfe bestimmen, etwa mit Blick auf Themengewichtungen und mögliche gegenseitige Empfehlungen zwischen den Wahlgängen.

Konkrete Unterstützungszusagen für Abraham waren zum Redaktionsschluss nicht bekannt. Fest steht, dass sein Schritt das Feld der Kandidaturen erweitert und die Ausgangslage neu ordnet. Die Entscheidung über Programme, Prioritäten und personelle Alternativen fällt nun sichtbar früher an: Wer 2027 das Rathaus führt, wird sich in den kommenden Monaten nicht nur an Parteizugehörigkeiten, sondern an plausiblen Konzepten für Leipzigs Verwaltung und Infrastruktur messen lassen müssen.

Redakteur: Phillipe Schmidt-Araguin (Artikel mit KI-Unterstützung).

Quellen

Ende des Artikels

Anzeige

Aus dem PHOTRA-Netzwerk