Berlin

Gorillaweibchen Mpenzi stirbt nach Narkose im Zoo Berlin

Der Zoologische Garten Berlin meldet den Tod der 41-jährigen Mpenzi nach einem zahnmedizinischen Eingriff unter Vollnarkose. Das Affenhaus bleibt bis 24. September geschlossen.

Kurzmeldung

Der Zoologische Garten Berlin hat am 23. September 2026 den Tod des Gorillaweibchens Mpenzi bekannt gegeben. Die 41-Jährige war nach einem medizinisch notwendigen zahnchirurgischen Eingriff unter Vollnarkose nicht wieder aufgewacht. Wie der Zoo mitteilte, war zunächst ein stark geschädigter Backenzahn entfernt worden; bei einer endoskopischen Nachkontrolle mussten zusätzlich verbliebene Wurzelreste gelöst werden. Während des Erwachens aus der Narkose trat eine akute Atemstörung auf, an der das Tier trotz Überwachung verstarb. Der Zoo betonte, dass sich Narkoserisiken, vor allem bei älteren Tieren, nicht vollständig ausschließen lassen.

Als unmittelbare Folge schloss der Zoologische Garten Berlin das Affenhaus, damit die Gorillagruppe Abschied nehmen kann. Die Maßnahme ist vorübergehend und gilt nach derzeitiger Planung bis einschließlich 24. September 2026. Besucherinnen und Besucher werden gebeten, dies bei ihrem Rundgang zu berücksichtigen.

Mpenzi wurde 1985 im Zoo Berlin geboren und gehörte über Jahrzehnte zur bekannten Gorillafamilie des Hauses. Sie war die Enkelin der Gorilla-Dame Fatou. Nach Angaben der Zoo-Leitung häufen sich Zahnprobleme bei Menschenaffen im höheren Alter; entsprechende Eingriffe werden nach tierärztlicher Abwägung durchgeführt, um Schmerzen und Folgeschäden zu vermeiden. Eine mögliche weitere interne Auswertung der Umstände kündigte der Zoo an. Über eine Obduktion zur abschließenden Klärung der Todesursache lagen zunächst keine Angaben vor.

Andreas Knieriem, Direktor von Zoo und Tierpark Berlin, ordnete den Schritt als sorgfältig vorbereiteten und medizinisch gebotenen Eingriff ein. Die Verantwortung habe in der Abwägung zwischen Operationsrisiko und chronischem Leiden gelegen. Aussagen über weitergehende Konsequenzen für die Haltungspraxis wurden nicht getroffen.

Die Nachricht hat in Berlin Anteilnahme ausgelöst; im Fokus der Verantwortlichen stehen laut Mitteilung die Stabilität der Gruppe und die Betreuung der verbleibenden Tiere. Der Fall verweist zugleich auf die besonderen Herausforderungen, die die Pflege betagter Menschenaffen mit sich bringt – von der Prophylaxe bis zur Narkoseführung. Der Zoo Berlin will über weitere Schritte informieren, sobald neue Erkenntnisse vorliegen.

Redakteurin: Mira Cadena (Artikel mit KI-Unterstützung).

Quellen

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