Der Bürgertreff „Onkel Bräsig“ in Graal-Müritz bleibt bestehen. Die Gemeindevertretung stellte am 26. September 2026 ein Übergangsmodell vor, wonach Mitglieder der örtlichen Stiftung und weitere Ehrenamtliche die Betreuung und Organisation übernehmen. Zuvor hatte NDR 1 Radio MV über die Entscheidung berichtet; die Gemeinde bestätigte den Schritt. Der Treff liegt an der Seebrücke 6 in Graal-Müritz (Landkreis Rostock, Mecklenburg-Vorpommern).
Auslöser des Wechsels ist die Kündigung der zuletzt hauptamtlich Verantwortlichen, die nach Gemeindedokumenten Mitte 2026 eingegangen war. Laut Vorlagen im Ratsinformationssystem zielt das nun beschlossene Modell auf ein nahtloses Fortbestehen der Angebote, ohne dass kurzfristig eine neue Vollzeitstelle geschaffen wird. Der Zeitraum ist befristet: Die ehrenamtliche Übernahme soll bis zum 31. Dezember 2027 gelten. In dieser Zeit will die Gemeinde eine dauerhafte organisatorische Lösung vorbereiten und über Zuschuss- und Betreiberfragen neu entscheiden.
Der Bürgertreff „Onkel Bräsig“ ist in der Gemeinde als offener Raum für Seniorinnen und Senioren, Vereine und Nachbarschaftsgruppen etabliert. Er bietet Platz für Treffen, Beratungen und Veranstaltungen, die in kommunalen Veröffentlichungen regelmäßig angekündigt werden. Nach Angaben aus der Sitzung sollen die bestehenden Formate möglichst ohne Unterbrechung weitergeführt werden. Die Stiftung übernimmt dabei koordinierende Aufgaben, unterstützt von ehrenamtlichen Kräften.
Verwaltung und Gemeindevertretung verweisen darauf, dass das Übergangsmodell Handlungsspielraum eröffnet, aber auch Grenzen hat. Kurzfristig entfallen Personalkosten, zugleich hängt die Stabilität vom Umfang des Ehrenamts und klaren Zuständigkeiten ab. Rechtliche und organisatorische Fragen – etwa zu Aufsichtspflichten, Versicherungen oder Schlüsseldiensten – werden laut Darstellung der Gemeinde in den kommenden Wochen präzisiert. Zuschussregelungen sollen, falls erforderlich, angepasst werden.
Aussagen über eine dauerhafte Trägerschaft bleiben offen. Aus den vorliegenden Unterlagen geht hervor, dass die Gemeinde Gespräche mit potenziellen Partnern führen will; konkrete Namen oder Zeitpläne wurden nicht beschlossen. Der Planungsrahmen bis Ende 2027 ist als Zielhorizont benannt, weitere Beschlüsse sind in den nächsten Sitzungen vorgesehen.
Der Entscheidungsprozess ist im Ratsinformationssystem dokumentiert. Radiosendung und Gemeindevorlagen stimmen in den Kernaussagen überein: Der Treff bleibt, die Verantwortung wird vorläufig verlagert, und die Gemeinde bereitet eine langfristige Lösung vor. Über Änderungen will die Gemeindevertretung öffentlich informieren.
Redakteurin: Mira Cadena (Artikel mit KI-Unterstützung).