Mecklenburg-Vorpommern

Grabow feiert das Landeserntedankfest 2026

In Grabow läuft seit Freitag das 35. Landeserntedankfest Mecklenburg-Vorpommern. Bilder vom Auftakt und eine erste Erntebilanz prägen das Wochenende.

In Grabow im Landkreis Ludwigslust-Parchim läuft seit Freitag das 35. Landeserntedankfest Mecklenburg-Vorpommern. Der Norddeutsche Rundfunk veröffentlichte am Samstag erste Bilder vom Auftakt mit Marktständen, Musik und Vorführungen. Nach Angaben der Organisatoren steht das Traditionsfest nach knapp 30 Jahren erstmals wieder in Grabow auf dem Programm und verbindet Brauchtum mit aktuellen Themen der Landwirtschaft.

Der Programmschwerpunkt liegt auf regionalen Produkten, landwirtschaftlicher Technik und der Präsentation der Erntedankkrone. Für Sonntag ist ein großer Festumzug durch die Altstadt angekündigt. Die Kreisverwaltung und die Stadt betonen, das Fest solle die Verbindung von Landwirtschaft, regionaler Wertschöpfung und ländlicher Identität sichtbar machen.

Inhaltlich prägte die Ernte 2026 die Diskussionen. Der Bauernverband Mecklenburg-Vorpommern spricht von einer „durchschnittlichen bis unterdurchschnittlichen“ Saison. Besonders betroffen seien Raps, Weizen und Kartoffeln. Als Gründe nennt der Verband extreme Witterung sowie wirtschaftlichen Druck durch niedrige Getreidepreise und hohe Betriebskosten. Vertreter des Verbandes hoben die Bedeutung der Land- und Ernährungswirtschaft für Beschäftigung in der Fläche hervor und warben dafür, Landwirtschaftsthemen in Schulen stärker zu verankern.

Politische Akzente setzt die Landesregierung. Landesagrarminister Till Backhaus hat seinen Besuch in Grabow für das Wochenende angekündigt. Im Mittelpunkt stehen laut Ministerium Gespräche mit Erzeugerinnen und Erzeugern sowie Hinweise auf die Rolle der gesamten Wertschöpfungskette von der Landwirtschaft bis zur Ernährungswirtschaft. Dabei geht es um verlässliche Rahmenbedingungen, Planungs- und Investitionssicherheit sowie um die Folgen von Dünger- und Energiepreisen für die Betriebe.

Medienberichte von Tagesschau und Norddeutscher Rundfunk ordnen das Fest als Schaufenster der Branche ein. Neben Fotos und Fernsehbeiträgen zum Auftakt verweisen sie auf den geplanten Festumzug und auf die breite Beteiligung aus Vereinen, Feuerwehren und landwirtschaftlichen Betrieben. Die Resonanz vor Ort beschreibt die Veranstalterseite als hoch, auch wenn das wechselhafte Herbstwetter einzelne Programmpunkte forderte.

Über das Wochenende hinaus bleibt der Ertragsdruck Thema. Preisentwicklung, Betriebsmittelkosten und zunehmende Wetterextreme werden die Betriebe weiter beschäftigen. Aus Veranstaltersicht soll das Landeserntedankfest deshalb nicht nur Dank und Tradition bündeln, sondern auch den Austausch zwischen Landwirtschaft, Politik und Öffentlichkeit fördern – mit Blick auf die aktuelle Ernte 2026 und auf die kommende Saison.

Redakteurin: Mira Cadena (Artikel mit KI-Unterstützung).

Quellen

Ende des Artikels

Anzeige

Aus dem PHOTRA-Netzwerk