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Grönland und Dänemark widersprechen Trump: Keine massiven Öl-Erkundungen

Regierungen in Nuuk und Kopenhagen haben Aussagen von US-Präsident Donald Trump zurückgewiesen, wonach in Grönland bald großangelegte Öl-, Gas- und Mineralerkundungen starten würden.

Kurzmeldung

Grönland und Dänemark haben Darstellungen von US-Präsident Donald Trump zu angeblich bevorstehenden, massiven Erkundungen von Öl, Gas und Mineralien auf der Insel klar widersprochen. Nach einem am 14. Oktober verbreiteten Posting Trumps erklärten sowohl die Regierung in Nuuk als auch die dänische Regierung, ihnen lägen keine Hinweise auf unmittelbar bevorstehende großangelegte Explorationsvorhaben vor. Zuständigkeiten und Verfahren blieben bei den grönländischen Behörden; internationale Partner erhielten keine Sonderrechte.

Die Regierung in Nuuk verwies auf das geltende Lizenzregime für Rohstoffe. Seit 2021 vergibt Grönland nach eigenen Angaben grundsätzlich keine neuen Genehmigungen für Öl- und Gasprojekte. Prüfungen einzelner Unternehmensanträge sind möglich, unterliegen aber strengen Umweltauflagen und behördlichen Entscheidungen. Die Regierung in Kopenhagen betonte ergänzend, dass Rohstofffragen in die Autonomiekompetenz Grönlands fallen und dass kein Staat, auch nicht die Vereinigten Staaten, Vorzugsrechte auf grönländische Vorkommen habe.

Als politischer Hintergrund gilt ein am 22. September 2026 unterzeichnetes Sicherheitsabkommen zwischen den Vereinigten Staaten, Dänemark und Grönland. Es weitet die sicherheitspolitische Zusammenarbeit in der Arktis aus, überträgt jedoch keine Zuständigkeiten für Rohstoffpolitik. Medienberichte hoben hervor, dass Trump seine Aussagen mit wirtschaftlichen Chancen für die Arktis verknüpfte; die betroffenen Regierungen stellten umgehend klar, dass Explorations- und Förderprojekte ausschließlich rechtsstaatlichen Verfahren folgen.

Faktisch sind groß angelegte Öl- und Gasförderungen in Grönland bislang an klimatischen, infrastrukturellen und ökonomischen Hürden gescheitert. Frühere Erkundungen führten nicht zu dauerhaft rentabler Produktion. Gleichzeitig verfolgt Grönland eine Strategie, die wirtschaftliche Entwicklung stärker auf kritische Mineralien und erneuerbare Energie auszurichten. Beobachter verweisen darauf, dass selbst bei positiver Bewertung einzelner Projekte Investitionsentscheidungen Jahre dauern und internationale Genehmigungs- sowie Umweltstandards zu beachten sind.

Die Einordnung der Regierungen in Nuuk und Kopenhagen zielt darauf, Erwartungen zu dämpfen und den primär politischen Charakter der Trump-Aussagen herauszustellen. Konkrete Projekte bleiben an rechtsverbindliche Verfahren gebunden. Ein unmittelbarer Start „massiver“ Erkundungen in der Arktis ist nach derzeitiger Aktenlage nicht belegt.

Redakteurin: Mira Cadena (Artikel mit KI-Unterstützung).

Quellen

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