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Großbatteriespeicher in Alfeld ans Hochspannungsnetz angeschlossen

In Alfeld (Leine) ist ein Großbatteriespeicher mit 137,5 MW Leistung und 282 Megawattstunden Kapazität über ein 110-kV-Umspannwerk ans Hochspannungsnetz gegangen. Betreiber und Netzbetreiber sehen darin einen Beitrag zur Netzstabilität und zur Integration erneuerbarer Energien.

In Alfeld (Leine) ist am 23. Oktober 2026 ein Großbatteriespeicher an das Hochspannungsnetz angeschlossen worden. Die Anlage verfügt nach Projektangaben über eine Leistung von 137,5 MW und eine nutzbare Kapazität von 282 Megawattstunden. Der Netzanschluss erfolgte über ein 110-kV-Umspannwerk in der Nähe des Standorts.

Der Verteilnetzbetreiber Avacon bestätigte den vollzogenen Netzanschluss und wertet die Schaltung als Schritt zur Stabilisierung des regionalen Netzes. Der Speicher soll kurzfristig Leistung bereitstellen, Frequenzschwankungen ausgleichen und Engpässe abmildern. Solche Systeme werden von Netzbetreibern als Instrument zur Integration von Wind- und Solarstrom eingesetzt. Konkrete Angaben zum Beginn des kommerziellen Regelbetriebes und zur Vermarktung auf den Regelenergiemärkten machten die Beteiligten zunächst nicht.

Entwickelt und errichtet wurde das Projekt von Kyon Energy. In Projektunterlagen wird die Anlage als Scale Alfeld oder Scale Alfeld BESS geführt; als Finanzierungsrahmen wird der Scale Fund genannt. Nach Angaben der Projektpartner handelt es sich um eine Container-basierte Großbatterie mit mehreren Dutzend Batteriecontainern und zugehöriger Leistungselektronik. BayWa r.e. hatte zuvor einen Betriebs- beziehungsweise Dienstleistungsvertrag für die Anlage kommuniziert. Offizielle, belastbare Zahlen zu erwarteten Einsatzprofilen oder Erlösen liegen bislang nicht vor; entsprechende Aussagen der Unternehmen sind als Zuschreibungen zu verstehen.

Mit Blick auf die nationale Energiewende reiht sich das Vorhaben in eine Serie neuer Speicherprojekte ein. Während in Alfeld ein einzelner Standort ans Netz geht, sind weitere Großbatteriespeicher in Planung oder Bau. Als Beispiel werden Projekte im Raum Lingen genannt, die mit höheren Speicherkapazitäten angekündigt sind. Ob und inwieweit diese Anlagen künftig vorrangig für Primärregelenergie, Intraday-Handel oder Netzengpassmanagement eingesetzt werden, hängt nach Angaben aus der Branche von Marktlage, Regulatorik und Netzsituation ab.

Kommunen und Netzbehörden verweisen zugleich auf offene Fragen bei Genehmigungen, Netzentgelten und der Abgrenzung zwischen Netz- und Markteinsatz. Die Bundesnetzagentur arbeitet seit einiger Zeit an Vorgaben, um Speicher als eigenständige Anlagekategorie im Energierecht zu verankern. Für Betreiber kann die Klarheit über Netzkosten und die Teilnahmebedingungen an Systemdienstleistungsmärkten entscheidend sein.

Für die Versorgungssicherheit im Raum Alfeld bedeutet der neue Großbatteriespeicher zusätzliche kurzfristig verfügbare Reserve. Wie groß der Beitrag im Jahresmittel ausfallen wird, lässt sich erst nach einer Anlaufphase bewerten, wenn erste Betriebsdaten vorliegen.

Redakteurin: Mira Cadena (Artikel mit KI-Unterstützung).

Quellen

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