Auf dem Gänsemarkt in der Hamburger Innenstadt ist am 28. September 2026 der Grundstein für die Gänsemarkt Höfe gelegt worden. Bauherrin ist HanseMerkur Grundvermögen, die Realisierung übernimmt Quantum. Zu der Zeremonie kamen geladene Gäste aus Politik, Verwaltung und Stadtgesellschaft. Hamburgs Finanzsenator Andreas Dressel nahm teil und würdigte das Vorhaben als Beitrag zur Belebung der Innenstadt.
Mit dem Projekt schließt sich die seit Jahren sichtbare Baulücke an der Stelle der früheren Gänsemarktpassage. Vorgesehen ist ein gemischt genutzter Neubau mit Büroflächen sowie Angeboten für Einzelhandel und Gastronomie. Ein Wohnanteil wurde bei der Grundsteinlegung nicht verbindlich zugesagt. Die Beteiligten verweisen darauf, dass die Erdgeschosszonen Impulse für die Nahversorgung am Gänsemarkt setzen sollen.
Laut Projektangaben ist die Fertigstellung für Ende 2028 vorgesehen. Dressel äußerte sich zuversichtlich, dass der Zeitplan zu halten sei. Zu den Ritualen der Veranstaltung gehörte eine Zeitkapsel mit aktuellen Dokumenten, die in den Grundstein eingesetzt wurde. Konkrete Miet- und Vermietungsdaten werden nach Angaben von HanseMerkur Grundvermögen und Quantum erst mit fortschreitenden Vergaben und den weiteren behördlichen Schritten kommuniziert.
Zum Investitionsvolumen nennen Bauherrin und Entwickler einen Rahmen im dreistelligen Millionenbereich. In der nächsten Projektphase stehen Ausführungsplanung, Ausschreibungen und die weitere Abstimmung mit den Behörden an. Die Stadt verweist darauf, dass verkehrliche Fragen wie Anlieferzonen, Fußwegebeziehungen und Anbindung an den öffentlichen Nahverkehr im Zuge der Umsetzung präzisiert werden.
In der Fachöffentlichkeit wird das Vorhaben vor dem Hintergrund eines angespannten Büromarkts aufmerksam begleitet. Expertinnen und Experten mahnen, die Nachfrageentwicklung genau zu beobachten, um zusätzlichen Leerstand zu vermeiden. Befürworter betonen die städtebauliche Schließung der prominenten Lücke und die Chance, die Erdgeschosse stärker für öffentlich zugängliche Nutzungen zu öffnen. Für Anwohnerinnen und Gewerbetreibende bleiben Detailfragen zu Bauabläufen, Logistik und Lärmschutz zunächst offen; die Beteiligten kündigen hierzu weitere Informationen im Projektverlauf an.
Der Gänsemarkt zählt zu den zentralen Plätzen in Hamburg und ist ein wichtiger Knotenpunkt zwischen Jungfernstieg, Colonnaden und Valentinskamp. Mit den Gänsemarkt Höfen soll die Verbindung der umliegenden Straßenräume neu geordnet und die Adresse am Platz gestärkt werden.
Redakteurin: Mira Cadena (Artikel mit KI-Unterstützung).