Bei Passau ist am 2. Oktober 2026 ein unter bulgarischer Flagge fahrendes Güterschiff gegen einen Felsen gestoßen und hat dabei ein Leck an der Außenhaut erlitten. Nach Angaben der Passauer Polizei ereignete sich der Aufprall gegen 14.30 Uhr in der Nähe der Schleuse Kachlet auf der Donau. Wasser drang in den Rumpf ein, Verletzte wurden nicht gemeldet.
Feuerwehr, Wasserschutzpolizei und der Hafenbetreiber bayernhafen sicherten das Schiff und verhinderten ein weiteres Eindringen von Wasser. Es wurde am Hafen festgemacht und stabilisiert, anschließend begannen Pumpmaßnahmen. Hinweise auf ausgelaufenen Treibstoff oder Ladung bestätigten die Einsatzkräfte zunächst nicht; die Lage wird weiter überwacht.
Die Ermittlungen der Wasserschutzpolizei richten sich auf den genauen Hergang, insbesondere auf Ladung, Tiefgang und die navigatorischen Entscheidungen vor dem Anprall. Nach bisherigen Erkenntnissen war das Frachtschiff schwer beladen. Ob niedrige Wasserstände oder eine bekannte Untiefe an der Unfallstelle eine Rolle gespielt haben, ist Gegenstand der Untersuchung.
Behörden und Hafenbetreiber bewerteten den Vorfall als lokal begrenzt. Das Schiff ist nicht gesunken und soll nach der provisorischen Sicherung fachgerecht instand gesetzt werden. Zur Höhe des Sachschadens lagen am Wochenende keine abschließenden Angaben vor. Die Passauer Polizei kündigte an, nach Abschluss der ersten Maßnahmen Details zum Schiffsnamen und zum weiteren Vorgehen zu veröffentlichen.
Die Unfallstelle liegt an einem Donauabschnitt, der in den vergangenen Wochen mehrfach als anspruchsvoll für stark beladene Frachtschiffe beschrieben wurde. Grundberührungen treten dort vor allem bei geringen Pegeln und engem Fahrwasser auf. Für die Binnenschifffahrt sind daher aktuelle Wassertiefenmeldungen, Tonnagebegrenzungen und die Markierung bekannter Untiefen entscheidend. Inwieweit solche Faktoren im konkreten Fall ursächlich waren, bleibt offen, bis die Untersuchungsergebnisse der Wasserschutzpolizei vorliegen.
Derzeit stehen gesicherte Tatsachen, amtliche Aussagen und offene Punkte nebeneinander: Fest steht der Aufprall und das dadurch verursachte Leck; zugeschrieben werden den Einsatzkräften das schnelle Stabilisieren und Abpumpen; ungeklärt sind Ursachen, Verantwortlichkeiten und die genaue Schadenshöhe. Weitere Informationen erwarten die Behörden nach der technischen Begutachtung des Rumpfes und der Auswertung von Fahrt- und Pegeldaten.
Redakteurin: Mira Cadena (Artikel mit KI-Unterstützung).