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Hacker schalten Kühlung ab: Supermarkt in Kusel entsorgt Lebensmittel

In Kusel ist nach einem Cyberangriff die Kühlung in einem Supermarkt ausgefallen. Laut Polizei wurden Frische- und Tiefkühlwaren vernichtet; auch ein weiterer Betrieb in der Westpfalz ist betroffen.

Nach einem Cyberangriff auf Kühlanlagen in der Westpfalz hat ein Supermarkt in Kusel Frische- und Tiefkühlwaren entsorgt. Das teilte das Polizeipräsidium Westpfalz mit. Demnach wurden Anlagen per Fernzugriff aus dem Kühl- in den Heizbetrieb geschaltet. Neben dem Markt sei auch ein Betrieb der Lebensmittelverarbeitung betroffen. Die Ermittlungen zu Tätern, Vorgehen und möglichem Zusammenhang mit ähnlichen Vorfällen laufen.

Die Polizei spricht von einer zielgerichteten Manipulation der Steuerungstechnik über externe Zugänge. Konkrete Hinweise auf eine Tätergruppe oder die Schadenshöhe liegen bislang nicht vor. Zuständig für die strafrechtlichen Ermittlungen ist das Polizeipräsidium Westpfalz; für Fragen des Verbraucherschutzes und zur Entsorgung sind die zuständigen Landesbehörden in Rheinland-Pfalz eingebunden. Der betroffene Markt in Kusel musste betroffene Waren verwerfen, um Risiken durch unterbrochene Kühlketten auszuschließen.

Regionale Medien wie der SWR berichten übereinstimmend, dass die Fälle in Kaiserslautern und Kusel die Behörden zu zusätzlichen Prüfungen in weiteren Betrieben veranlasst haben. Im Fokus der Ermittlungen stehen mögliche Schwachstellen bei Fernwartungszugängen und Dienstleistern, die die Steuerungssoftware der Anlagen betreuen. Die Tagesschau verweist auf ähnliche, jüngst bekannt gewordene Angriffe in anderen Bundesländern. In einem dokumentierten Fall in Niederbayern wurde in Reisbach die Temperaturregelung von Kühltruhen manipuliert, sodass sich die Geräte stark erwärmten; auch dort wurde Ware vernichtet.

Gesichert ist derzeit: In der Westpfalz wurden mindestens zwei Einrichtungen beeinträchtigt, und in Kusel kam es zu Lebensmittelverlusten infolge des Ausfalls der Kühlung. Zugeordnete Aussagen zu Motiven, eine belastbare Einordnung in eine Serie oder Angaben über eine einheitliche technische Schwachstelle fehlen noch. Prognosen über eine Gefährdung der Versorgungsketten bleiben daher vorläufig und hängen von den Ergebnissen der forensischen Analysen ab.

Die Ermittler werten digitale Spuren an den betroffenen Anlagen und in den Netzwerken der Betreiber aus. Unternehmen mit Kühlinfrastrukturen werden von Polizei und Landesbehörden darauf hingewiesen, Fernzugänge zu prüfen, Passwörter zu ändern, Mehrfaktorauthentifizierung zu aktivieren und Wartungszugriffe zu protokollieren. Laut SWR und Tagesschau ist insbesondere bei zentral verwalteten Kühlsystemen erhöhte Aufmerksamkeit geboten. Bis gesicherte technische Ursachen benannt sind, bleibt der Schwerpunkt auf Gefahrenabwehr, Beweissicherung und dem Schutz der Verbraucher.

Redakteurin: Mira Cadena (Artikel mit KI-Unterstützung).

Quellen

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