Hamburg

Hamburg: Demo gegen Rechtsextremismus am Jungfernstieg – bis zu 20.000 erwartet

Am heutigen Samstag, 12. September 2026, beginnt um 14 Uhr am Jungfernstieg in Hamburg eine Großkundgebung gegen Rechtsextremismus. Veranstalter sprechen von bis zu 20.000 Teilnehmenden; angekündigt sind Auftritte von Bosse und dem Hamburger Kneipenchor.

Am heutigen Samstag, 12. September 2026, startet um 14 Uhr am Jungfernstieg in Hamburg eine Großkundgebung gegen Rechtsextremismus. Unter dem Motto „Prüfung rettet übrigens Freiheit“ rufen zivilgesellschaftliche Bündnisse zu der Demonstration auf. Die Initiatoren erwarten nach eigenen Angaben bis zu 20.000 Teilnehmende. Als kulturelle Beiträge sind Auftritte des Musikers Bosse und des Hamburger Kneipenchors angekündigt.

Nach Angaben der Organisatoren richtet sich der Protest gegen rechtsextreme Bestrebungen. Gefordert wird, Parteien, die vom Verfassungsschutz als gesichert rechtsextrem eingestuft oder als Verdachtsfall beobachtet werden, einer rechtlichen Prüfung vor dem Bundesverfassungsgericht zuzuführen. Die Bündnisse verweisen als aktuellen Anlass auf jüngste Wahlergebnisse in mehreren Regionen. Ob und inwieweit daraus Parteiverbotsverfahren folgen können, ist eine juristische Frage: Ein Antrag beim Bundesverfassungsgericht kann ausschließlich durch Bundestag, Bundesrat oder Bundesregierung gestellt werden; über ein Verbot entscheidet allein das Gericht.

Die Polizei Hamburg begleitet die Versammlung mit einem Einsatz zur Gewährleistung von Sicherheit und Verkehr. Sie weist auf mögliche Verkehrseinschränkungen im Umfeld der Binnenalster hin. Die Versammlungsbehörde hat den Jungfernstieg als Kundgebungsort bestätigt. Eine Prognose zur Teilnehmerzahl gibt die Polizei erfahrungsgemäß nicht ab.

Die von den Veranstaltern genannte Größenordnung „bis zu 20.000“ ist eine Erwartung und vorläufig. Verlässliche Angaben zur tatsächlichen Beteiligung liegen erst nach Ende der Kundgebung vor, wenn unabhängige Schätzungen oder polizeiliche Zahlen veröffentlicht werden. Medien hatten die hohe Mobilisierung im Vorfeld aufgegriffen; in Hamburg und anderen Städten gab es in den vergangenen Monaten bereits mehrfach ähnliche Kundgebungen gegen Rechtsextremismus.

Der Jungfernstieg als zentraler Ort in Hamburg ist regelmäßig Schauplatz größerer Versammlungen. Für den öffentlichen Nahverkehr und den Individualverkehr kann es am Nachmittag zu Umleitungen kommen. Die Veranstalter kündigen Redebeiträge von Vertreterinnen und Vertretern zivilgesellschaftlicher Gruppen, Gewerkschaften und lokalen Initiativen an. Politische Reaktionen aus Senat und Bürgerschaft werden für den Verlauf des Wochenendes erwartet; sie betreffen in der Regel Bewertungen zum Ablauf, zur Teilnehmerzahl und zu etwaigen Vorkommnissen.

Unabhängig vom heutigen Ereignis bleibt die rechtliche Bewertung von Parteien Sache der Sicherheitsbehörden und der Justiz. Der Verfassungsschutz beobachtet Organisationen nach den Maßstäben des Grundgesetzes; Entscheidungen über Parteiverbote sind hochrangigen Verfassungsorganen vorbehalten. Die heutige Kundgebung richtet den Fokus auf diese institutionellen Verfahren und will politischen Druck für eine Prüfung erhöhen.

Redakteurin: Mira Cadena (Artikel mit KI-Unterstützung).

Quellen

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