Hamburg

Hamburg: Linksextreme Gewalttaten 2025 stark gestiegen, rechtsextreme bleiben zahlreicher

Hamburgs Jahresberichte zeigen 2025 deutlich mehr linksextremistische Gewaltdelikte. Insgesamt verüben Rechtsextreme in der Stadt weiterhin mehr Straftaten.

Hamburgs Sicherheitsbehörden haben die Jahreszahlen zur politisch motivierten Kriminalität vorgelegt. Nach Angaben der Polizeilichen Kriminalstatistik 2025 registrierte die Polizei Hamburg im vergangenen Jahr 44 linksextremistische Gewalttaten, nach 16 Fällen im Jahr 2024. Der prozentuale Anstieg ist deutlich, die absoluten Fallzahlen bleiben jedoch vergleichsweise niedrig. Parallel dazu bestätigt der Verfassungsschutzbericht 2025 der Freien und Hansestadt Hamburg, dass rechtsextremistische Straftaten insgesamt weiterhin in größerer Zahl auftreten als im linksextremistischen Spektrum.

Die Polizeiliche Kriminalstatistik 2025 weist zudem einen Rückgang der Gesamtkriminalität in Hamburg im Vergleich zum Vorjahr aus. Nach Behördenangaben verringerte sich die Zahl aller erfassten Delikte etwa um fünf Prozent. Vor diesem Hintergrund fallen die gegenläufigen Bewegungen in der politisch motivierten Kriminalität besonders ins Auge.

Innensenator Andy Grote betonte bei der Vorstellung der Zahlen, die Sicherheitsbehörden würden Ermittlungen und Prävention weiter ausbauen. Das Landesamt für Verfassungsschutz Hamburg warnt in seinem Verfassungsschutzbericht 2025 vor einer anhaltend hohen Gewaltbereitschaft in Teilen der rechtsextremistischen Szene. Zugleich verzeichnen die Dienste eine erhöhte Mobilisierung im linksextremistischen Milieu. Als Ursachen für einzelne Ausschläge nennen Polizei und Verfassungsschutz insbesondere Versammlungslagen, in denen Konflikte rund um den Nahostkonflikt auf Hamburg übergriffen und vereinzelt in Gewalt mündeten.

Die Behörden führen aus, dass sie auf beiden Phänomenbereichen mit einer Kombination aus Beobachtung, gezielten Ermittlungsverfahren und Präventionsarbeit reagieren. Dazu zählen die enge Abstimmung zwischen Polizei Hamburg und dem Landesamt für Verfassungsschutz Hamburg, Maßnahmen gegen Hasskriminalität sowie Kooperationen mit zivilgesellschaftlichen Initiativen. Zugleich verweisen sie darauf, dass Schwankungen bei Jahreswerten statistisch üblich sind und erst mehrjährige Reihen belastbare Trends erlauben.

Aus sicherheitspolitischer Sicht ergibt sich damit ein doppeltes Bild: Der starke relative Anstieg linksextremistischer Gewalttaten erfordert spezifische Aufmerksamkeit, auch wenn die Fallzahlen niedrig bleiben. Zugleich bleibt das rechtsextremistische Spektrum wegen der insgesamt höheren Zahl rechtsextremistischer Straftaten die größere Belastung für Polizei und Verfassungsschutz. Diese Einschätzungen beruhen auf den vorgelegten amtlichen Berichten; weitergehende Bewertungen, etwa zu Ursachen und längerfristigen Dynamiken, sollen aus Sicht der Behörden anhand der kommenden Jahrgänge überprüft werden.

Redakteurin: Mira Cadena (Artikel mit KI-Unterstützung).

Quellen

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