Die Polizei Hamburg hat am 8. Oktober 2026 vor einer Einbrechertrick-Masche mit Klebefäden oder ähnlichen Markierungen an Haustüren gewarnt. Nach Angaben der Behörde nutzen Täter die Fäden, um festzustellen, ob eine Wohnung oder ein Haus über einen längeren Zeitraum unbewohnt ist: Bleibt die Markierung unberührt, gilt das als Hinweis auf eine günstige Gelegenheit für einen Wohnungseinbruch. Die Warnung richtet sich insbesondere an Bewohnerinnen und Bewohner von Mehrfamilienhäusern in Stadtteilen mit dichter Bebauung.
Die Masche ist den Ermittlern seit Jahren bekannt und wurde in der Vergangenheit aus verschiedenen Städten gemeldet. Neu ist aus Sicht der Polizei Hamburg der aktuelle Anlass der Hinweise zu Beginn der dunklen Jahreszeit, wenn Einbrüche statistisch vermehrt auftreten. Konkrete Fallzahlen zu der jetzigen Warnung nannte die Behörde nicht. Eine Sprecherin verwies allgemein auf Prävention und zügige Meldungen verdächtiger Beobachtungen als wirksamste Gegenmittel. Der Vorgang wurde am Dienstag auch vom NDR aufgegriffen.
Die Polizei rät, Eingangsbereiche regelmäßig zu prüfen und ungewöhnliche Zeichen wie dünne Fäden, Klebepunkte, Kreidestriche oder Papierstückchen an Haustüren, Wohnungstüren und Briefkästen zu entfernen. Nachbarinnen und Nachbarn sollten sich abstimmen und bei Abwesenheiten gegenseitig auf Post, Klingelschilder und Haustüren achten. Verdächtige Beobachtungen sollen umgehend über den Notruf 110 oder über die örtlichen Dienststellen gemeldet werden – mit möglichst genauen Angaben zu Ort, Zeit und beteiligten Personen.
Als ergänzende Schutzmaßnahmen empfiehlt die Polizei geprüfte Schließanlagen, gut sichtbare Außenbeleuchtung, das konsequente Verschließen von Türen und Fenstern sowie die Nutzung von Technik wie Türspionen und Gegensprechanlagen. Fremden Personen sollte die Haustür nur nach Identitätsprüfung geöffnet werden; Dienst- und Handwerkerausweise sind genau zu prüfen. Wertsachen sollten nicht von außen sichtbar gelagert werden, und Schlüssel gehören nicht in den Hausflur.
Die kriminalpräventive Einordnung fällt nüchtern aus: Markierungen an Türen sind ein einfaches, kostengünstiges Mittel zur Tatvorbereitung. Behörden setzen deshalb auf Aufklärung, Nachbarschaftssensibilisierung und technische Sicherungen. Laut Polizei Hamburg lassen sich viele Taten bereits im Versuchsstadium verhindern, wenn Hinweise frühzeitig eingehen und Bewohner aufmerksam bleiben. Details zu Schadenssummen oder konkreten Einzeltätern enthält die aktuelle Pressemitteilung nicht; solche Angaben folgen üblicherweise erst nach Ermittlungsfortschritten.
Redakteurin: Mira Cadena (Artikel mit KI-Unterstützung).