Hamburg

Hamburg stellt sanierte Mellingburger Schleuse vor – Kosten vervierfacht

Der Landesbetrieb Straßen, Brücken und Gewässer hat die Mellingburger Schleuse nach umfangreicher Sanierung präsentiert. Die Ausgaben liegen laut Opposition deutlich über der ursprünglichen Planung.

Der Landesbetrieb Straßen, Brücken und Gewässer hat am 29. Oktober 2026 den Stand der Sanierung der denkmalgeschützten Mellingburger Schleuse an der Alster in Hamburg vorgestellt. Nach knapp zwei Jahren Bauzeit wurden der tragfähige Unterbau erneuert, die historischen Holz-Stemmtore restauriert sowie Brückenbeläge und Uferbereiche instand gesetzt. Der Landesbetrieb ordnet das Projekt dem Geschäftsbereich Gewässer und Hochwasserschutz zu und sprach von einer weitgehenden Fertigstellung.

Politisch in den Fokus geriet die Kostenentwicklung. Die CDU Wandsbek kritisierte eine deutliche Überschreitung der anfänglichen Ansätze und forderte eine transparente Aufstellung der Ursachen sowie einen verbindlichen Zeitplan für noch ausstehende Leistungen. In lokalen Berichten ist von einer Vervierfachung der ursprünglich geplanten Kosten die Rede. Offizielle Endbeträge legte der Landesbetrieb bei der Präsentation nicht vor. Das Bezirksamt Wandsbek verweist auf die Zuständigkeit des Landesbetriebs.

Inhaltlich umfasst die Maßnahme den Neubau eines stabilen Unterbaus, die denkmalgerechte Aufarbeitung der Holz-Stemmtore und die Erneuerung der Beläge der Fußgängerbrücke. Auch Arbeiten an den Uferbefestigungen wurden umgesetzt. Der Landesbetrieb begründet die gewählte Vorgehensweise mit der kombinierten Anforderung aus Verkehrssicherheit und Denkmalschutz. Ziel sei, das historische Erscheinungsbild zu bewahren und zugleich die Funktionstüchtigkeit der Anlage dauerhaft zu sichern.

Die Mellingburger Schleuse ist Teil einer Kette von Wehranlagen entlang der Alster. In diesem Zusammenhang werden in Hamburg seit Jahren Maßnahmen zur Gewässerdurchgängigkeit diskutiert, darunter Fischtreppen an benachbarten Standorten wie der Wohldorfer Schleuse. Nach Angaben aus der Bezirksversammlung stehen Priorisierung und Finanzierung weiterer Projekte im Bezirk Wandsbek angesichts der Mehrausgaben unter zusätzlicher Beobachtung. Die Opposition kündigte an, die Kostenentwicklung im zuständigen Fachausschuss nachzufragen.

Die Vorstellung des Projektstands markiert den aktuellen Anlass; frühere Terminverschiebungen hatte der Landesbetrieb bereits mit dem Anspruch einer denkmalgerechten Wiederherstellung und zusätzlichem Bauaufwand begründet. Ob und in welchem Umfang Restarbeiten an der Anlage oder im Umfeld noch folgen, blieb am Dienstag offen. Fest steht, dass die Sanierung unter fachlicher Verantwortung des Landesbetriebs Straßen, Brücken und Gewässer erfolgte und die Schleuse nach Abschluss der Hauptarbeiten wieder als technisches Kulturdenkmal im Alstertal sichtbar ist.

Redakteurin: Mira Cadena (Artikel mit KI-Unterstützung).

Quellen

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